Beiträge zum Stichwort ‘ Mervyn King ’

Draghi beherrscht Bankenaufsicht

6. Juni 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

EZB-Chef Mario Draghi gewinnt in aufsichtsrechtlichen Fragen immer stärker an Einfluss. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, wird er ab Juli auch das Aufsichtsgremium (GHOS) des Baseler Ausschusses bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) für die kommenden drei Jahre leiten. Draghi trete damit die Nachfolge des britischen Notenbank-Chefs Mervyn King an, wie die BIZ am Mittwoch [...]



Wikileaks bringt neuen obersten UK-Bankenaufseher in Bedrängnis

1. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Top News

it_swDas Stichwort Wikileaks sorgt nun auch in der Finanzbranche für Unruhe.
Die Veröffentlichung von Depeschen der US-Botschaften durch das Enthüllungsportal Wikileaks bringt auch den Chef der Bank of England (BoE), Mervyn King, in Bedrängnis, berichtet die Tageszeitung „The Guardian“. Hintergrund sind Gespräche von King mit dem US-Botschafter in London, in denen sich der Notenbanker abfällig über die haushaltspolitische Kompetenz der britischen Konservativen unter David Cameron geäußert hatte – eine Einschätzung die sich mittlerweile als falsch erwiesen habe. „Above all, the governor is expected to be apolitical and to stick to monetary policy, not interfere in treasury fiscal questions“, merkt das Blatt kritisch an. Der „Guardian“ nimmt die „neuerliche, fehlerhafte“ Analyse Kings zum Anlass, auch dessen…



FSA übt Kritik am Risikomanagement der Banken und plant schärfere Regulierung

26. August 2010 | Von | Kategorie: Riskmanagement

papers2Die Hoffnung der Banken am Finanzplatz London auf Ruhe an der Regulierungsfront scheint vergebens.
Das heutige „Wall Street Journal Europe“ berichtet über Vorschläge der britischen Finanzaufsichtsbehörde FSA zur schärferen Regulierung der Handelsaktivitäten der Banken, die in einem Diskussionspapier festgehalten sind. So soll das vorzuhaltende Eigenkapital gegenüber diesen Risikoexpositionen klar erhöht werden, um Verwerfungen in diesem Segment künftig zu verhindern. Dazu wird Paul Sharma, bei der FSA Direktor für den Bereich ‚prudential policy’, von der Zeitung wie folgt zitiert: „The financial crisis has highlighted that, for trading activities in particular, an over-reliance on the principles of efficient financial markets can lead to severe consequences when risks are misunderstood at a system-wide level.“ In diesem Zusammenhang übt die Behörde unmissverständliche Kritik am Risikomanagement der…



Leidenschaftlicher Appell zur Bankenaufspaltung

28. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Top News

ft_swDie „Financial Times“ veröffentlicht in ihrer heutigen Ausgabe einen leidenschaftlichen Aufruf ihres Kolumnisten John Kay, die von Großbanken ausgehenden Systemrisiken endlich regulatorisch zu adressieren.
Sein Credo: „’Too big to fail’ is too dumb to keep.“ Er unterstützt damit die jüngsten Ausführungen des Chefs der britischen Notenbank, Mervyn King, der effektive Mechanismen zur Zerschlagung von systemrelevanten Banken eingefordert hatte (vgl. RMRG vom 26.10.). Kay stellt fest, dass viele der im Zuge der Krise gestrauchelten Finanzinstitute aufgrund von Geschäftsaktivitäten in Bredouille geraten seien, die abseits des eigentlichen Kerngeschäfts der Bank getätigt worden sind. Als Beispiel werden dabei auch die „off balance“-Engagements der Sachsen LB und der Hypo Real Estate angeführt. Das Management der Banken habe hier in übersteigerter „Hybris“…



Debatte um Zukunft der Großbanken

26. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

aufsichtkurveDie vom englischen Notenbankchef Mervyn King vorgebrachte Forderung nach einer Zerschlagung von Großbanken zur Reduzierung des Systemrisikos im Finanzsektor sorgt weiterhin für großen medialen Wirbel.
Risikoarme Geschäftsfelder wie Zahlungssysteme oder Einlagen sollten von riskanteren Aktivitäten wie dem Eigenhandel getrennt werden. Dadurch soll das so genannte „too big to fail“-Dilemma im Bankensektor verhindert werden, erklärte King. „Bonsai-Banken“, so der Titel des entsprechenden Leitkommentars der Börsen-Zeitung. Für das Blatt ist der „Zerschlagungsprozess“ längst im Gange: „Wenn die EU-Auflagen für die Genehmigung von Beihilfen realisiert sind, werden etwa die Commerzbank und einige Landesbanken fast auf Bonsai-Format geschrumpft sein.“ Auch den teilverstaatlichten britischen Großbanken drohten tiefe Einschnitte…



Ackermann opponiert erneut gegen Leverage Ratio

30. Juli 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

papers_ftIn einem Gastbeitrag für die heutige Financial Times plädiert Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann für international abgestimmte Neuregulierungen der Finanzbranche.
Er beschreibt dabei die Gefahr, dass regulatorische Änderungen zu erneuten Marktverwerfungen führen könnten. Auch Versuche, das Systemrisiko der Branche einzudämmen, indem man Großbanken zwingt, ihre Geschäftsaktivitäten einzuschränken, lehnt Ackermann ab (Stichwort „too-big-to-fail“). Der Bankchef verweist in dem Zusammenhang auf die Einführung einer festen Verschuldungsgrenze (Leverage Ratio) durch die Schweizerische Nationalbank. Es sei zwar unbestritten, das auch die überbordende Verschuldung einiger Institute zur Krise…



Bundesbank-Präsident Weber: Egozentrik in Aufsichtsfragen?

20. Juli 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

Unter dem Titel „Alleingänge des Präsidenten“ fasst das Handelsblatt in einem Kommentar die öffentlich und intern geäußerte Kritik am Verhalten von Bundesbank-Chef Axel Weber zusammen. So werfe die Rolle der Bundesbank in der aktuellen Finanzkrise Fragen auf. In der Bundesbank-Aufgabe der Beratung der Bundesregierung, bevorzuge Weber Alleingänge: „Wenn sich die Bundesbank in den letzten zwei [...]



Britische Pläne für Finanzmarktreform lassen entscheidende Details vermissen

9. Juli 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers3Der Schatzkanzler Alistair Darling hat gestern die Pläne der britischen Regierung für eine Finanzmarktreform präsentiert.
Die in einem Weißbuch zusammengefassten Vorschläge sehen unter anderem vor, dass Banken künftig mehr Eigenkapital vorhalten müssen, um ökonomische Stressphasen abfedern zu können. Zudem sollen die Institute höhere Liquiditätsreserven anlegen, um Vertrauenskrisen besser überstehen zu können. „Zusätzlich soll die Finanzaufsicht FSA Verschuldungsgrenzen setzen dürfen, falls sie zu dem Schluss kommt, dass einzelne Institute exzessiv Fremdkapital anhäufen“, berichtet das Handelsblatt. Die Behörde soll auch sicherstellen, dass systemrelevante Banken, zusätzliche Eigenkapitalpuffer aufbauen müssen. „In Zukunft soll nicht mehr nur die Wahrscheinlichkeit, dass ein Institut kollabiert über die Höhe der…



Müssen systemrelevante Banken einer verschärften Regulierung unterzogen werden?

2. Juli 2009 | Von | Kategorie: Top News

risikoIm Interview mit der heutigen Börsen-Zeitung fordert der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Jaime Caruana, einen Mechanismus, wie systemrelevante Banken abgewickelt werden können.
„Ein Prozess, der signalisiert, dass auch systemrelevante Banken nicht ‚too big to fail’ sind, würde den ,moral hazard’ mindern und die Marktdisziplin erhöhen“, erklärt Caruana. Auf Nachfrage, welche Maßnahmen dabei in Betracht zu ziehen seien, führt der BIZ-Chef aus: „Wenn ein Institut zu komplex wird, brauchen wir ein zusätzliches Element der Aufsicht, der Eigenkapitalunterlegung sowie der Refinanzierungskontrolle. Ferner brauchen wir eine spezielle, international konsistente Rahmenregelung für Abwicklungen.“ Die von großen Kreditinstituten…



Die Schweiz als Regulierungsspitzenreiter / “too big to fail”-Dilemma muss adressiert werden

23. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

aufsichtkurveDie Schweiz ist bei ihren Bemühungen um eine neue Regulierung des Bankensektors international führend.
Als eines der ersten Länder hat sie die Eingekapitalregeln für Großbanken drastisch verschärft. So muss das risikogewichtete Eigenkapital von UBS und Credit Suisse die internationalen Mindestanforderungen nach Basel II um das Doppelte übertreffen. Darüber hinaus werden den zwei Banken auch feste Grenzen beim Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) gesetzt. Dabei muss ihr ungewichtetes Eigenkapital grundsätzlich deutlich mehr als 3 Prozent der Konzern-Bilanzsumme betragen. Ausnahmen davon werden nur in wirtschaftlich schlechten Zeiten toleriert. „Eine vergleichbare Vorschrift besteht einzig für US-Geschäftsbanken“, analysiert der „Tages-Anzeiger“. Ergänzt werde das neue Kapitalregime…