Beiträge zum Stichwort ‘ Monte-Carlo-Simulation ’

Erneut heftige Kritik an bankinternen Risikomodellen

19. Mai 2010 | Von | Kategorie: Top News

boezIn einem kritische gefassten Leitartikel unter dem Titel „Am Nacktbadestrand“ blickt die Börsen-Zeitung auf das Versagen des Risikomanagements im Rahmen der Finanzmarktkrise.
Als Ursache werden Fehlannahmen bei den zugrundeliegenden mathematischen Modellen ausgemacht. „Unter Laborbedingungen überzeugen die Formeln, die Stresstests und die Monte-Carlo-Simulationen, die Risiken besser beherrschbar machen sollen“, heißt es. Value at Risk (VaR) heiße das in den achtziger Jahren langwierig entwickelte Konzept. „An 99 von 100 Handelstagen sollte man damit in dieser Hinsicht gut fahren.“ Es gebe jedoch keine Auskunft darüber, wie hoch die Verluste an dem einen verbleibenden Tag sein könnten. Auch der jüngst von der Süddeutschen Zeitung als „Altmeister der Finanzmärkte“ bezeichnete Schweizer Finanzprofessor Heinz Zimmermann hatte bereits mehrfach heftige Kritik an den…



Spielraum bei Basel II-Bewertung notleidender Immobilienkredite

26. März 2010 | Von | Kategorie: Basel III

imbaselIm Interview mit der Börsen-Zeitung äußert sich Dirk Richolt, Kreditexperte bei CB Richard Ellis, zum Umgang der Banken mit problematischen Immobilienfinanzierungen.
Der Experte beschriebt hier die Option der Abkehr von bisher üblichen Prolongationen – hin zu Übernahme des Objekts durch die finanzierende Bank. „[...] auch wenn die Bank ihre Verluste dann realisieren müsste. Bei einer intensiven (outgesourcten) Objektbetreuung bestände dann die Chance auf Wertsteigerung. Alternativ könnte die Bank die Objekte auch weiterverkaufen. Außerdem könnte dieses Vorgehen Vorteile beim Eigenkapitalstandard Basel II haben“, erklärt Richolt dazu. Das Blatt hakt hier nach und erklärt…



Gauß-Copula: „Die Formel aus der Hölle“

11. Mai 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

tickerIn einem Beitrag für “Forbes.com” versucht die Finanzexpertin Susan Lee die finanzmathematischen Ursachen der aktuellen Marktkrise zu beleuchten.
Sie beschreibt dabei das Modell der Gauß-Copula und dessen stetige Verbreitung in der Finanzbranche mit kritischen Worten (“Formula from Hell”). “Zuerst ist dieser ‘Bösewicht’ in einschlägigen Finanz-Blogs verhöhnt worden – mittlerweile beleuchtet auch die breite Finanzpresse die fatalen Auswirkungen der Berechnungsmethode”, konstatiert die Autorin. Über die Formel seien im Vorlauf der Krise die vermeintlichen Risiken gepoolter Kreditforderungen ermittelt worden – insbesondere wurde die Wahrscheinlichkeit beziffert, dass alle Forderungen zur selben Zeit ausfallen. Eigentlich sei…