Beiträge zum Stichwort ‘ Moody’s ’

Haftungsfrage lastet weiterhin auf Steuerzahler

13. September 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

BankenMassive Haftungsrisiken für Steuerzahler im Falle von Bankenpleiten sind Thema eines Beitrags in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.
„Fünf Jahre nach dem Zusammenbruch von Lehman müssen Banken weiterhin von den Staaten gerettet werden“, klagt hierin der Autor. Grundsätzlich gehe „das Bankenretten in Europa munter weiter“, so der Beitrag. Im Folgenden weist der Autor darauf hin, dass die Banken dabei von signifikanten Subventionierungseffekten profitieren würden. „Dass es sich der deutsche Staat nicht leisten kann, die Deutsche Bank untergehen zu lassen, hebt deren Rating bei Moody’s um drei Stufen nach oben. Die bessere Kreditwürdigkeit verbilligt die Finanzierung der Banken am Kapitalmarkt um einen halben Prozentpunkt.“ Für die 17 größten deutschen Banken ergebe sich eine jährliche Subvention von mehr als 20 Mrd. Euro. Gäbe es diese Form der Subventionierung nicht, sähe es um die Profitabilität…



Neue Abwicklungsregeln lasten auf Bonität der Banken

2. Juli 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

BankenNach den Plänen der EU-Finanzminister müssen die Inhaber unbesicherter Bankanleihen künftig in Rettungsfällen haften.
Die Ratingagentur Moody’s wertet die Einigung als negativ für Gläubiger. Das bedeute, dass die Ratings europäischer Banken aufgrund des höheren Ausfallrisikos sinken und sich damit deren Finanzierungskosten erhöhen können. Denn die Annahme, dass die Staaten für systemrelevante Banken im Notfall haften, hebe die Einschätzung der Kreditwürdigkeit um einige Ratingstufen an. Mit Blick auf die anstehenden Gesetzesvorlagen zur Bankenabwicklung von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier erwartet die „Börsen-Zeitung“ derweil für den 10.7. deren Publikation. Ursprünglich sei dem Bericht zufolge vorgesehen gewesen, dass Barnier seine Initiative bereits vor dem Finanzministertreffen am 9. Juli präsentiere, damit bei der Sitzung bereits eine erste ministerielle Befassung…



Regulierung “light” für Ratingagenturen in Europa

29. November 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Die Regulierung der Ratingagenturen durch die Europäische Union stößt in der Wirtschaftspresse einhellig auf kritische Bewertungen.
Der nach Verhandlungen mit EU-Mitgliedsstaaten und dem Europaparlament verabschiedete Kompromiss habe die ursprünglichen Forderungen von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier stark verwässert, heißt es unisono. Die „Financial Times Deutschland“ konstatiert: „Kleiner Klaps für Ratingagenturen“ – und das „Handelsblatt“ schlussfolgert: „Bonitätsprüfer verteidigen ihr Geschäftsmodell.“ Neutraler titelt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und stellt dabei schon eine der Festlegungen vor: „Ratingagenturen haften künftig für grob fahrlässige Fehleinschätzungen.“ Die Beweislast im Rahmen…



Basel III: Moody’s sieht Schrumpfkur für deutsche Banken / Ausnahme für Genossen?

18. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3_2Die genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ Bank sowie Landesbanken müssen möglicherweise weniger Liquidität für Krisenzeiten vorhalten als andere deutsche Institute.
„Bankgenossen winken Vorteile bei Basel III“, erkennt die Financial Times Deutschland. Hintergrund sind mögliche Sonderregeln für Verbundbanken im Zuge der Verhandlungen im Baseler Ausschuss zu neuen Liquiditätsvorgaben unter Basel III. Die nächste Sitzung des Gremiums ist für den morgigen Tag anberaumt. Dem Bericht zufolge haben mehrere Länder, „darunter Deutschland, Frankreich, Brasilien, Italien und Japan“, ein Diskussionspapier erarbeitet, wonach „weltweit für Spitzeninstitute, die in Verbünden agieren, laxere Liquiditätsregeln gelten sollen als für andere Banken“. So könnte es erlaubt sein, einen geringeren Mittelabfluss in Krisenzeiten zu…



Coface steigt in Wettbewerb der Ratingagenturen ein

30. Juli 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

Der französische Kreditversicherer Coface konkretisiert jetzt sein Vorhaben, als erste internationale Ratingagentur mit Sitz in Europa an den Start zu gehen. Coface hat seinen Antrag auf Zulassung bei dem dafür zuständigen Ausschuss der Europäischen Wertpapierregulierungsbehörden (CESR) eingereicht, berichtet u.a. die Financial Times Deutschland. Bedingt durch das Kreditversicherungsgeschäft sei Coface auf die Bewertung von Unternehmen spezialisiert [...]



S&P zwischen Selbstkritik und Vorwärtsverteidigung

6. Juli 2010 | Von | Kategorie: Top News

ratingWohl erst zu dem Zeitpunkt, wenn die Macht der drei großen Ratingagenturen gebrochen und eine effektive Regulierung von Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch implementiert ist, wird die mediale Kritik am Gebaren der Agenturen verstummen.
So blickt das Nachrichtenmagazin Focus in seiner aktuellen Ausgabe auf die Fehler der Agenturen im Zuge der Finanzmarktkrise zurück und bemängelt die noch immer ausstehende schärfere Regulierung. Doch auch die Ratingagenturen selbst, versuchen mit proaktiver Öffentlichkeitsarbeit ihre Argumente zu positionieren. So gibt sich der Chef der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P), Deven Sharma, im Interview mit dem Handelsblatt selbskritisch aufgrund der Fehlbewertungen seines Hauses im Segment der US-Hypothekenverbriefungen. „In diesem Bereich haben wir tatsächlich mit unseren Annahmen gründlich danebengelegen und daher…



Griechenland-Rating: SolvV hebelt Basel II aus

17. Juni 2010 | Von | Kategorie: Basel III

basel2Die deutschen Banken müssen infolge des Downgrades für Griechenland auf einen so genannten „Ramsch-Status“ nicht mit negativen Folgen rechnen, berichtet die Financial Times Deutschland.
Zwar sehe Basel II bei der Ratingherabstufung von Staaten die Erhöhung der Risikogewichtung und damit eine höhere Eigenkapitalunterlegung vor, jedoch werde diese Regel für Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) durch die Solvabilitätsverordnung (SolvV) außer Kraft gesetzt. Für alle EWR-Staaten gelte nach Paragraf 26 SolvV das Risikogewicht „null“. Ohne diese Regelung, müssten beispielsweise Griechenland-Anleihen nach der jüngsten Ratingabstufung durch S&P und Moody’s vollständig mit acht Prozent Eigenkapital unterlegt…



Studie zu Regulierungskosten für Banken: Massiver Kapitalbedarf bis Ende 2011

28. Mai 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

artikelDer Schweizer Ratingdienstleister Independent Credit View (I-CV) attestiert 58 internationalen Finanzinstituten ein Kapitaldefizit in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar zum Ende des nächsten Jahres.
Nach Bericht der „International Herald Tribune“ wurden in der am Montag veröffentlichten Studie die Eigenkapitalquoten der Banken zum Ende des Jahres 2009 mit den erwarteten Kapitalanforderungen Ende 2011 verglichen. Hier seien die entsprechenden Gewinnerwartungen für dieses und das nächste Jahr sowie andere Faktoren – z.B. die Reform der Eigenkapitalregeln – eingezogen worden. Unter den Banken, die an diesem Punkt vor den größten Herausforderungen stehen, seien die Allied Irish Banks, die Commerzbank…



Basel III am Horizont: Spanische Banken wollen US-Beteiligungen abstoßen

25. März 2010 | Von | Kategorie: Basel III

Die Börsen-Zeitung blickt auf die Anstrengungen der spanischen Finanzinstitute, ihre US-Beteiligungen abzustoßen. So bemühe sich die zweitgrößte Sparkasse des Landes, die Caja Madrid, ihre 83-prozentige Beteiligung an der City National Bank in Miami zu veräußern. Der neue Chef der Caja Madrid, Spaniens ehemaliger Wirtschafts- und Finanzminister Rodrigo Rato, wolle dieses Paket so schnell wie möglich [...]



Moody’s: Reformierte CRD als positiver Schritt für Kreditinstitute

22. September 2009 | Von | Kategorie: Basel III

Nach Bericht des Fachportals „OpRisk & Compliance“ hat die Ratingagentur Moody’s eine Auswirkungsstudie zu den Reformen von Basel II veröffentlicht (Titel: „Recent changes to Basel II and the EU CRD: Roadmap for investors ahead of the Pittsburgh G-20 meeting“). Moody’s bezeichnet dabei die europäische Umsetzung von Basel II in der CRD (Capital Requirements Directive) – [...]