Beiträge zum Stichwort ‘ Nout Wellink ’

Basel III adressiert in erster Linie ein „Leverage-Problem“

5. Januar 2011 | Von | Kategorie: Top News

boezDie Börsen-Zeitung widmet sich in einem Special („Die Regulierung und die Folgen“) den einschneidenden Regeländerungen für die Finanzbranche im Jahr 2010 und blickt auf weitere Entwicklungen voraus.
So konstatiert das Blatt in seinem Hauptbeitrag: „Basel III soll den Spaß am Kasinospiel verderben“. Am Beispiel des neuen Eigenkapitalakkords sei das insgesamt intensivierte Regulierungstempo zu erkennen: „Obwohl die Komplexität gestiegen ist, verging zwischen ersten Vorschlägen und der jetzt vorliegenden Endfassung von Basel III nur ein Jahr, während an Basel II geschlagene fünf Jahre gearbeitet wurde.“ Für den Chef des regelsetzenden Baseler Ausschusses, Nout Wellink, sei Basel III in erster Linie „der Versuch einer regulatorischen Antwort auf das Leverage-Problem im Bankensektor“. Basel II sei eine Einladung zum Leverage gewesen. „Die Banken hätten die risikogewichtete…



Basel III-Liquiditätsvorgaben weiter vakant

21. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3Der Baseler Ausschuss hat jetzt seinen Report für die internationale Verabschiedung der Basel III-Regeln im Rahmen des G20-Gipfels in Seoul veröffentlicht.
Im Hinblick auf die Finalisierung der Liquiditätsvorgaben von Basel III bleiben entscheidende Details aber weiterhin offen. So ist der Punkt der Anerkennungsfähigkeit von Wertpapieren und damit die Frage, ob auch andere Aktiva als Staatsanleihen der Liquiditätsreserve zuzurechnen sind, seitens des Baseler Ausschusses unkommentiert geblieben. Deutschland setzt sich hier insbesondere für die Integration des Refinanzierungsinstruments Pfandbrief ein. Nur zur Implementierungsagenda der Liquiditätskennziffern konnte eine Einigung erzielt werden. „Finanzwächter kommen den Banken noch einmal entgegen“, so das Fazit des Handelsblatts. Demnach wird die neue Liquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR) erst 2015 nach einer Übergangsfrist von…



Chef des Baseler Ausschusses drängt auf rasche Basel III-Implementierung

24. September 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3Nach Aussage des Chefs des Baseler Ausschusses, Nout Wellink, werden die neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften (Stichwort: Basel III) die Bankenbranche Hunderte Milliarden Euro kosten.
Wellink, der auch Gouverneur der niederländischen Notenbank und EZB-Ratsmitglied ist, betonte laut Reuters in einem Interview mit einem niederländischen Radiosender: „Ich zögere ein wenig damit, Zahlen zu nennen, denn es geht um eine lange Übergangsphase von etwa acht Jahren, bei der sich die Zahlen ändern werden.“ Aber: „Es werden Hunderte Milliarden sein.“ Im Rahmen der Sitzung des Baseler Gremiums in Singapur appellierte Wellink zudem an die nationalen Regulatoren, Basel III nur als Mindeststandard anzusehen und diesen nach Möglichkeit rascher zu implementieren, als es die Übergangsfristen vorsehen. Dies gelte insbesondere…



Auswirkungsstudie zu Basel III stößt auf breites Echo

19. August 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3Der von Baseler Ausschuss und Financial Stability Board (FSB) vorgestellte Interims-Report zur Bewertung der Auswirkung verschärfter Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften für Banken auf die Realwirtschaft stößt auf ein breites Echo.
Die Financial Times Deutschland formuliert überspitzt „Aufseher watschen Bankenlobby ab“ und verweist auf die Einschätzungen der Baseler Ökonomen, wonach die neuen Regeln das Wirtschaftswachstum nur marginal dämpfen. „Alles halb so wild“, so daraufhin auch der Ausruf der Süddeutschen Zeitung. Nüchtern vermeldet dagegen die Börsen-Zeitung auf ihrer Titelseite: „Regulatoren verteidigen Baseler Reform – Kapitalregeln konjunkturell unbedenklich“. Den Erkenntnissen der Studie zufolge würde eine Erhöhung der Eigenkapitalquoten um jeweils einen Prozentpunkt nach Abschluss der Implementierungsphase einen Rückgang des BIP-Niveaus um etwa 0,2 % bewirken. „Dies entspricht…



Aufseher glauben weiter an Effektivität von Basel III

5. August 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3Trotz des unisono als „Entschärfung“ oder „Verwässerung“ angesehenen Fahrplans zur Basel III-Finalisierung durch den Gouverneursrat des Baseler Ausschusses, sieht der Chef des Gremiums, Nout Wellink, in dem Regelwerk weiterhin einen großen Regulierungsfortschritt.
Die Banken würden durch die neuen Regeln widerstandsfähiger, was allerdings auf Kosten der Aktionäre und der Beschäftigten gehen könne, sagte Wellink in einem Interview mit der niederländischen Tageszeitung „NRC Handelsblad“. „In den kommenden Jahren werden Banken nicht mehr in der Lage sein, einen großen Teil ihrer Gewinne in Boni und Dividenden zu verteilen, weil sie das Geld brauchen werden, um ihre Kapitalpuffer zu stärken“, sagte Wellink. Es sei nicht auszuschließen, dass einige Banken wegen der neuen Basel III-Standards eine Kapitalerhöhung vornehmen müssten, erklärt der Vorsitzende des…



Baseler Zugeständnisse stoßen auf breites mediales Echo

15. Juni 2010 | Von | Kategorie: Top News

handDie Aussagen des Vorsitzenden des Baseler Ausschusses, Nout Wellink, im Rahmen der IIF-Frühjahrstagung, wonach das Gremium bei Definition und Implementierung der Basel III-Regeln den Banken entgegenkommen könnte, stoßen auf ein breites Pressecho (vgl. RMRG vom 11.6.).
So titelt die Financial Times Deutschland kritisch: „Aufseher kuschen vor Bankenlobby“ – hingegen wählt die Nachrichtenagentur Reuters die sachliche Überschrift: „Baseler Regulierer wollen Banken mehr Zeit geben“. „Basler Ausschuss kommt Banken entgegen“, erkennt die FAZ in ihrer Wochenendausgabe. Derweil blendet die Börsen-Zeitung Wellinks Andeutungen gar vollständig aus und bezieht sich auf dessen Reaktion auf die vom IIF vorgestellte Regulierungsstudie. „Wir werden sicherstellen, dass sich der Bankensektor über die Einbehaltung von Gewinnen und vertretbare…



Basel III: Chef des Baseler Ausschusses zeigt Kompromissbereitschaft

11. Juni 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers13Die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires berichtet heute über aktuelle Aussagen des Vorsitzenden des Baseler Ausschusses, Nout Wellink, wonach das Gremium bereit ist, der Bankenbranche bei den Übergangsfristen zur Implementierung von Basel III entgegen zu kommen.
Jedoch müssten die neuen Kapitalstandards und Mindestanforderungen im Regelwerk unangetastet bleiben. „Where there are trade-offs, these should go in the direction of giving banks more time to reach the new standards, rather than watering down the standards themselves“, so Wellink im Rahmen der Wiener IIF-Frühjahrstagung. Weiter ließ das EZB-Ratsmitglied jedoch auch bei der noch ausstehenden Regeldefinition von Basel III eine gewisse Kompromissbereitschaft…



Basel weist „Schreckensszenarien“ der Banken zurück

1. Juni 2010 | Von | Kategorie: Top News

fingerprintsDie Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) kontert die aus ihrer Sicht überzogenen Auswirkungseinschätzungen der Finanzinstitute zur Basel II-Reform.
Die Financial Times Deutschland gibt dazu die Aussagen von BIZ-Chefvolkswirt Stephen Cecchetti wieder, der moniert, dass die Banken „Schreckensszenarien“ aufbauen würden. Seine klare Kritik: „Sie nehmen an, sich überhaupt nicht an die neuen Regeln anzupassen, und dass das Ergebnis für die Wirtschaft das Schlimmstmögliche sein wird.“ Das Blatt verweist zudem auf jüngste Anmerkungen des Vorsitzenden des Baseler Ausschusses, Nout Wellink, der ebenfalls die Banken-Szenarien zu möglichen Auswirkungen von Basel III zurückgewiesenen habe. Das weltweite Wachstum werde höchstens um 0,5 bis 1 Prozent gebremst, so Wellink: „Wenn das der Preis ist, um ein widerstandsfähiges Bankensystem zu bekommen, dann ist dieser Preis angesichts…



Chef des Baseler Ausschusses zu Basel III und Bankenabgabe / Postwendende Kritik der Banken

5. Mai 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers_ftIm Interview mit der Financial Times hat der Vorsitzende des Baseler Ausschusses, Nout Wellink, vor dem negativen Effekt einer international diskutierten Bankensteuer auf die Regulierungsvorhaben seines Gremiums, hin zu schärferen Eigenkapital- und Liquiditätsregeln, gewarnt.
Er sei zwar nicht prinzipiell gegen die Pläne für eine Abgabe, bezeichnet sie jedoch als „voreilig“. Zuerst sollte die Regelüberarbeitung durch Basel abgewartet werden, bevor ein solches Instrument eingeführt werde. Kritisch führt Wellink dazu aus: „I doubt whether this is a good idea. It’s born out of frustration. There are strong political motives behind it.“ Nach der Finalisierung des „Baseler Pakets“ könne man immer noch die zusätzliche Einführung einer Steuer oder Abgabe erwägen. Im FT-Gespräch verdeutlicht Wellink…



Übersehene Aspekte bei der Regulierung systemrelevanter Banken

23. März 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers_crossEin neuer regulatorischer Leitfaden und eine aktuelle Analystenstudie zeigen neue Aspekte bei der Neuregulierung von Großbanken auf.
Vor dem Hintergrund der Debatte um die regulatorische Adressierung der „too big to fail“-Problematik des Bankensektor, weisen die Analysten von JP Morgan darauf hin, dass absolute und relative Größenverhältnisse allein betrachtet wenig aussagekräftig sind. Die vergleichsweise „winzige“ Investmentbank Lehman Brothers wurde aufgrund ihrer vielen Verbindungen ins globale Finanzsystem zum Stresstest für die internationale Finanzwelt. Die zahlreichen Bankschließungen in den USA zeigten auf, dass die Hauptfaktoren immer etwa die gleichen seien: „Verschuldungsgrad, kurzfristige Finanzierung längerfristiger Verpflichtungen und Probleme im Risikomanagement“. Das Branchenblatt…