Beiträge zum Stichwort ‘ Peter Bofinger ’

Wirtschaftsweiser Bofinger plädiert für härtere Bankenregulierung

13. Mai 2013 | Von | Kategorie: Top News

SystemrelevanzGegenüber dem „Deutschlandfunk“ hat der Wirtschaftsweise Peter Bofinger kritisiert, dass große Banken im Zweifelsfall immer noch durch den Steuerzahler gerettet werden müssten.
„Nach wie vor haben wir das Problem, dass große Banken so groß sind, dass sie im Zweifel, wenn es ihnen schlecht geht, vom Steuerzahler, von den Staaten gerettet werden müssen“, so der Wirtschaftsweise. Durch die bestehende „too big to fail“-Problematik würden die Staaten nach wie vor erpressbar durch die Banken bleiben. Eine Risikoreduzierung durch eine höhere Eigenkapitalquote der Banken lehnte Bofinger aber ab, weil so weniger Kredite vergeben werden könnten. „Dann schüttet man das Kind mit der Badewanne aus”, betonte der Wirtschaftsexperte. Auch ein Kommentar der heutigen „Süddeutsche Zeitung“ zieht in Zweifel, dass mit den bisherigen Regulierungsmaßnahmen…



Basel III: BaFin-Chef und Banken wollen Leverage Ratio kippen

12. November 2010 | Von | Kategorie: Top News

leverageratioDie im heute von den Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten verabschiedeten Eigenkapitalregelwerk Basel III verankerte feste Verschuldungsquote stößt bei den deutschen Banken weiter auf Widerstand.
Obwohl die Leverage Ratio im Baseler Ausschuss gegenüber den ursprünglichen Plänen entschärft wurde und bis 2018 nur als unverbindliche Beobachtungsgröße wirkt, springt BaFin-Chef Jochen Sanio den Banken in ihrer Argumentation erneut bei. Im Interview mit der bankennahen Börsen-Zeitung wird Sanio gefragt, ob diese feste Verschuldungsquote nicht eher ein Rückschritt in die Zeit vor Basel I sei. Der Aufseher antwortet: „Die Leverage Ratio ist in der Tat ein archaisches Mittel, konzipiert als eine Art Notbremse für den Fall, dass der risikosensitive Ansatz…



Ökonomen kritisieren Basel III

21. September 2010 | Von | Kategorie: Top News

handRenommierte Ökonomen melden sich mit Kritik am jetzt finalisierten dritten Baseler Eigenkapitalakkord zu Wort.
Unter dem Titel „Basel III aus Sandstein gebaut“ fasst die Financial Times Deutschland diese zusammen. „Basel III reicht nicht, um das Risiko künftiger Bankenkrisen zu eliminieren“, meint Paul De Grauwe, Währungsökonom an der Universität Leuven. Der US-Ökonom Barry Eichengreen kritisiert insbesondere die den Banken eingeräumten Übergangsfristen bis zur finalen Implementierung der Regeln – diese seien nicht notwendig. Auch rührt sich Kritik an den „komplizierte Berechnungsmethoden“ von Basel III. „Die unterschiedliche Risikogewichtung ist willkürlich, führt zu Intransparenz und wiegt Aufsichtsbehörden und Banken in trügerischer Sicherheit“, betont Diemo Dietrich, Bankenökonom am Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Das Risiko einer neuen Finanzkrise sei…



Systemrisiko: Bofinger will Interdependenz der Banken auflösen

9. August 2010 | Von | Kategorie: Top News

risikoDer Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat nach Bericht der Financial Times Deutschland einen Ansatz vorgestellt, mit dem die allgemein als Systemrisiko angesehene, starke Interdependenz im Bankensektor aufgelöst werden soll.
Bofinger betont, dass die Geschäfte der Institute untereinander radikaler beschnitten werden müssen. „Wir müssen die Verflechtungen zwischen den Banken deutlich reduzieren”, wird der Experte von der Zeitung zitiert. Konkret fordert Bofinger, dass eine Bank gegenüber einer anderen nicht mehr als zehn Prozent ihres Eigenkapitals an Gesamtpositionen halten soll. Aktuell hätten etwa deutsche Großbanken rund 40 Prozent ihrer Bilanzsumme als Forderung an andere Banken und 30 Prozent ihrer Verbindlichkeiten gegenüber anderen Instituten. Weiter äußerte sich Bofinger dahingehend, dass die…