Beiträge zum Stichwort ‘ Philipp Hildebrand ’

„Swiss Finish“ von Basel III schon in der Diskussion

15. September 2010 | Von | Kategorie: Basel III

swissfinishDie Großbanken Credit Suisse und UBS müssen sich auf eine „regulatorische Zugabe“ auf die neuen Eigenkapitalregeln einstellen.
Wie Schweizer Medien, die Börsen-Zeitung und auch die „Stuttgarter Zeitung“ unisono berichten, ist in dem Alpenland infolge der Basel III-Finalisierung eine neuerliche Diskussion über ein weiteres sogenanntes „Swiss Finish“ der Regeln in Gang gesetzt worden. „Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) und die Schweizerische Nationalbank (SNB) lassen keinen Zweifel daran, dass aus ihrer Sicht das neue Regelwerk für die Großbanken nicht ausreicht und in den eidgenössischen Eigenkapitalvorschriften noch draufgesattelt werden muss“, konstatiert die „Stuttgarter Zeitung“. Das „Swiss Finish“ auf die Basel-Kernkapitalquote könnte zwei bis drei Prozentpunkte ausmachen, so nun…



Ackermann opponiert erneut gegen Leverage Ratio

30. Juli 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

papers_ftIn einem Gastbeitrag für die heutige Financial Times plädiert Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann für international abgestimmte Neuregulierungen der Finanzbranche.
Er beschreibt dabei die Gefahr, dass regulatorische Änderungen zu erneuten Marktverwerfungen führen könnten. Auch Versuche, das Systemrisiko der Branche einzudämmen, indem man Großbanken zwingt, ihre Geschäftsaktivitäten einzuschränken, lehnt Ackermann ab (Stichwort „too-big-to-fail“). Der Bankchef verweist in dem Zusammenhang auf die Einführung einer festen Verschuldungsgrenze (Leverage Ratio) durch die Schweizerische Nationalbank. Es sei zwar unbestritten, das auch die überbordende Verschuldung einiger Institute zur Krise…



Müssen systemrelevante Banken einer verschärften Regulierung unterzogen werden?

2. Juli 2009 | Von | Kategorie: Top News

risikoIm Interview mit der heutigen Börsen-Zeitung fordert der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Jaime Caruana, einen Mechanismus, wie systemrelevante Banken abgewickelt werden können.
„Ein Prozess, der signalisiert, dass auch systemrelevante Banken nicht ‚too big to fail’ sind, würde den ,moral hazard’ mindern und die Marktdisziplin erhöhen“, erklärt Caruana. Auf Nachfrage, welche Maßnahmen dabei in Betracht zu ziehen seien, führt der BIZ-Chef aus: „Wenn ein Institut zu komplex wird, brauchen wir ein zusätzliches Element der Aufsicht, der Eigenkapitalunterlegung sowie der Refinanzierungskontrolle. Ferner brauchen wir eine spezielle, international konsistente Rahmenregelung für Abwicklungen.“ Die von großen Kreditinstituten…



Die Schweiz als Regulierungsspitzenreiter / “too big to fail”-Dilemma muss adressiert werden

23. Juni 2009 | Von | Kategorie: Top News

aufsichtkurveDie Schweiz ist bei ihren Bemühungen um eine neue Regulierung des Bankensektors international führend.
Als eines der ersten Länder hat sie die Eingekapitalregeln für Großbanken drastisch verschärft. So muss das risikogewichtete Eigenkapital von UBS und Credit Suisse die internationalen Mindestanforderungen nach Basel II um das Doppelte übertreffen. Darüber hinaus werden den zwei Banken auch feste Grenzen beim Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) gesetzt. Dabei muss ihr ungewichtetes Eigenkapital grundsätzlich deutlich mehr als 3 Prozent der Konzern-Bilanzsumme betragen. Ausnahmen davon werden nur in wirtschaftlich schlechten Zeiten toleriert. „Eine vergleichbare Vorschrift besteht einzig für US-Geschäftsbanken“, analysiert der „Tages-Anzeiger“. Ergänzt werde das neue Kapitalregime…



Eigenkapitalregeln in der Finanzkrise: Hat die Bundesbank versagt?

25. Mai 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers12Das Magazin „Capital“ sieht die Deutsche Bundesbank „unter Denkmalschutz“, da die Notenbank im Zuge der Finanzkrise zwar „kläglich versagt“ habe aber nun dennoch mit weiteren Kompetenzen bei der Finanzaufsicht ausgestattet werden soll.
So hätten sich die Notenbankkollegen im Ausland beispielsweise in Sachen Eigenkapitalregime weitaus besser geschlagen. „So forderte die spanische Zentralbank bereits Jahre vor der Krise die Banken des Landes auf, in guten Jahren höhere Reserven für Kreditausfälle aufzubauen, die sie in schlechten Jahren dann wieder abbauen dürfen. Die Banco de España widersetzte sich damit den internationalen Eigenkapitalregeln. Basel II, so ihr Argument, gewähre den Geldhäusern zu viele Schlupflöcher. Dank dieser Eigensinnigkeit gingen…