Beiträge zum Stichwort ‘ Ratingagenturen ’

Regulierung “light” für Ratingagenturen in Europa

29. November 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Die Regulierung der Ratingagenturen durch die Europäische Union stößt in der Wirtschaftspresse einhellig auf kritische Bewertungen.
Der nach Verhandlungen mit EU-Mitgliedsstaaten und dem Europaparlament verabschiedete Kompromiss habe die ursprünglichen Forderungen von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier stark verwässert, heißt es unisono. Die „Financial Times Deutschland“ konstatiert: „Kleiner Klaps für Ratingagenturen“ – und das „Handelsblatt“ schlussfolgert: „Bonitätsprüfer verteidigen ihr Geschäftsmodell.“ Neutraler titelt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und stellt dabei schon eine der Festlegungen vor: „Ratingagenturen haften künftig für grob fahrlässige Fehleinschätzungen.“ Die Beweislast im Rahmen…



Coface steigt in Wettbewerb der Ratingagenturen ein

30. Juli 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

Der französische Kreditversicherer Coface konkretisiert jetzt sein Vorhaben, als erste internationale Ratingagentur mit Sitz in Europa an den Start zu gehen. Coface hat seinen Antrag auf Zulassung bei dem dafür zuständigen Ausschuss der Europäischen Wertpapierregulierungsbehörden (CESR) eingereicht, berichtet u.a. die Financial Times Deutschland. Bedingt durch das Kreditversicherungsgeschäft sei Coface auf die Bewertung von Unternehmen spezialisiert [...]



S&P zwischen Selbstkritik und Vorwärtsverteidigung

6. Juli 2010 | Von | Kategorie: Top News

ratingWohl erst zu dem Zeitpunkt, wenn die Macht der drei großen Ratingagenturen gebrochen und eine effektive Regulierung von Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch implementiert ist, wird die mediale Kritik am Gebaren der Agenturen verstummen.
So blickt das Nachrichtenmagazin Focus in seiner aktuellen Ausgabe auf die Fehler der Agenturen im Zuge der Finanzmarktkrise zurück und bemängelt die noch immer ausstehende schärfere Regulierung. Doch auch die Ratingagenturen selbst, versuchen mit proaktiver Öffentlichkeitsarbeit ihre Argumente zu positionieren. So gibt sich der Chef der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P), Deven Sharma, im Interview mit dem Handelsblatt selbskritisch aufgrund der Fehlbewertungen seines Hauses im Segment der US-Hypothekenverbriefungen. „In diesem Bereich haben wir tatsächlich mit unseren Annahmen gründlich danebengelegen und daher…



Barnier deutet Einrichtung einer europäischen Ratingagentur an

6. Mai 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

Nach Bericht der Financial Times Deutschland hat EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier vor dem Europaparlament die Einrichtung einer EU-Ratingagentur angedeutet. „Wir arbeiten an der Idee einer europäischen Ratingagentur“, so Barnier. Die Macht der Ratingagenturen sei „beachtlich“. „Wir müssen den Einfluss der Ratings auf das gesamte Finanz- und Wirtschaftssystem genauer betrachten.“ Damit zieht man erstmals eine staatliche Alternative [...]



Gesetz soll Interessenkonflikte bei Ratingagenturen ausschließen

13. Januar 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

Den in Deutschland registrierten Ratingagenturen drohen künftig Bußgelder bis 1 Mio. Euro, falls sie gegen die neuen EU-Vorschriften verstoßen. Verschiedene Zeitungen berichten über einen entsprechenden Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums, der genau festgelegt, wie die entsprechende EU-Verordnung umgesetzt werden soll. Als „worst case“ droht den Agenturen sogar der Lizenzentzug. Die Strafgelder können verhängt werden, wenn eine Ratingagentur [...]



Handelsblatt: Regulierung der Ratingagenturen reicht nicht aus

6. Januar 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

papers5„Aufseher zementieren die Macht der Ratings“, so die zusammenfassende Überschrift eines aktuellen Handelsblatt-Kommentars.
Nach Ansicht von Autorin Yasmin Osman seien die Ratingagenturen – „trotz ihrer Mitschuld an der Finanzkrise“ – mächtig wie eh und je. Insbesondere durch das Eigenkapitalregelwerk Basel II seien die Agenturen in diese machtvolle Position gebracht worden, konstatiert Osman. „Die Bonitätsnoten bestimmen, mit wie viel Kapital eine Bank den Besitz von Krediten und Wertpapieren unterlegen muss. Vor allem bei komplexen, also verbrieften, Wertpapieren ist dieser Weg praktisch alternativlos.“ Es sei „beschämend“, dass sich an dieser Systematik bislang nichts geändert habe. Diese Tatsache sei der zögerlichen Haltung der…



Wall Street Journal bewertet RAC positiv / Vergleich zu Basel II

2. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Basel III

paper_side„Ratingagenturen zeigen Unabhängigkeit“, titelt das „Wall Street Journal“ über einem Meinungsbeitrag, der die jüngsten Bemühungen der drei großen Ratingagenturen zur Verbesserung ihrer Analysen wohlwollend kommentiert.
Im Fokus steht dabei der von Standard & Poor’s jüngst vorgestellte und heftig diskutierte Ansatz der Ermittlung eines „Risk Adjusted Capital“ (RAC). Die sich dabei ergebende Eigenkapitalsituation im Bankensektor stelle sich deutlich kritischer dar, als die Basel II-Systematik erkennen lasse. „Granted, the widely used Basel II capital regime is being made stricter, but even after such changes, S&P’s approach could still be tougher, the firm estimates“, schreibt der…



BaFin-Chef mit Sorgen: Können deutsche Banken striktere Kapitalvorgaben erfüllen?

22. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Top News

testsIm Rahmen des Symposiums „Lehren aus der Finanzmarktkrise“ des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands hat BaFin-Chef Jochen Sanio den aus seiner Sicht „nicht unbeträchtlichen Rekapitalisierungsbedarf“ der deutschen Banken sorgenvoll kommentiert.
Den Instituten dürfte es zunehmend schwer fallen, einem „staunenden Publikum“ große Kapitalerhöhungen zu verkaufen, um striktere Kapitalvorgaben zu erfüllen. Nach Bericht der Börsen-Zeitung entwarf Sanio dazu drei mögliche Szenarien: „Wenn es gut läuft für die Banken, können sie ihren Kapitalbedarf am Markt decken. Werden ihnen Übergangsfristen eingeräumt, um verschärften Anforderungen zu genügen, stehen ihnen eine längere Ansparphase und den Aktionären…



Risiko-Expertin plädiert für faire Bewertung der Basel II-Eigenkapitalregeln

25. August 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_ambaIn einem ausführlichen Beitrag für das Branchenblatt „American Banker“ versucht Karen Shaw Petrou, Managing Partner bei Federal Financial Analytics Inc., die weit verbreitete Kritik an den Basel II-Eigenkapitalregeln zu relativieren – entsprechend verfasst sie ihren Beitrag unter dem Titel „Don’t Blame the Whole Mess on Basel II“.
Zwar sei der Eigenkapitalakkord sicherlich nicht perfekt, aber die Expertin gibt zu bedenken, dass Basel II in der EU vor 2007 nicht in Kraft getreten sei und auch in den USA nur bei wenigen Instituten vor der Subprime- und der folgenden Finanzmarktkrise angewendet wurde. Daher ihr Fazit: „Der eigentliche Fehler von Basel II ist in der Tatsache zu sehen, dass sein Vorgänger Basel I viel zu lange angewandt wurde.“ Bereits im Jahr des Inkrafttretens von Basel I (1988) hätten die Banken erkannt…



Ratingagenturen sind sich keiner Schuld bewusst: Investoren haben Ratings nicht verstanden

12. August 2009 | Von | Kategorie: Top News

ratingDie Debatte um die Ratings von Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s (S&P) für strukturierte Wertpapiere im Vorfeld der Finanzmarktkrise nimmt mit der Klage des US-Pensionsfonds Calpers gegen Agenturen weiter an Fahrt auf.
Die Investoren seien verärgert, weil die Ratingagenturen die Papiere vor der Finanzmarktkrise großenteils mit Bestnoten bewerteten und somit zum Kauf ebendieser motiviert hatten, berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Insbesondere bei den Banken „gäre“ es: Diese seien „[...] verpflichtet, die herabgestuften Wertpapiere mit deutlich mehr Eigenkapital zu unterlegen. Die Vorschriften der internationalen Kreditrichtlinie Basel II sind eindeutig: Je schlechter die Bewertung von Aktivposten, desto mehr Eigenkapital ist als Sicherheitspuffer erforderlich.“ Dem Bericht zufolge…