Beiträge zum Stichwort ‘ Société Générale ’

Kreis der systemrelevanten Banken soll verkleinert werden / Commerzbank Streichkandidat?

9. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

SystemrelevanzDie Anzahl der als systemrelevant eingestuften Geldhäuser könnte diese Woche reduziert werden.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ könnten die morgen im Financial Stability Board (FSB) versammelten Bankenaufseher die Liste der 29 systemrelevanten Banken auf internationaler Ebene zusammenstreichen. Die Aufseher seien zu der Einsicht gekommen, dass der Zusammenbruch einiger der aufgeführten Banken keine allzu große Gefahr für die Stabilität der Weltwirtschaft mehr darstelle. Hinzu komme, dass einige Finanzkonzerne eine Restrukturierung durchgeführt hätten, teilt „Bloomberg“ mit. Den ursprünglichen Planungen zufolge sollen die Banken, die als „too big to fail“ identifiziert…



Banken bringen weitere Kapitalstärkungen auf den Weg

14. August 2012 | Von | Kategorie: Top News

eigenkapitalVor dem Hintergrund schärferer Kapitalanforderungen (Basel III) bemühen sich die Banken fortlaufend um die Stärkung ihrer Eigenkapitaldecken – teils auch mit fragwürdigen Methoden.
Aktuelles Beispiel ist die Schweizer Großbank UBS, die sich nach Bericht der „Neuen Zürcher Zeitung“ mit einer Emission von nachrangigen, „verlustabsorbierenden” Schuldverschreibungen auf die zusätzlichen Kapitalauflagen für systemrelevante Banken vorbereitet. Die Papiere sollen sich auf ein Volumen von 2 Mrd. US-Dollar belaufen. Hintergrund sind die Anforderungen der Schweiz an die zwei so genannten „too big to fail“-Banken des Landes, die Credit Suisse und die UBS. Diese systemrelevanten Banken, deren Konkurs die gesamte Volkswirtschaft gefährden würde, müssen in der Schweiz eine progressive Eigenkapital-Komponente aufweisen. Diese hängt von der Bilanzgröße und dem Marktanteil der betroffenen Bank ab…



Basel III-Wettlauf der Banken in vollem Gange / Eile kommt Zielen der Aufseher entgegen

10. November 2010 | Von | Kategorie: Top News

baselwettlaufDie Implementierungsphase für schärfere Eigenkapitalregeln ist lang gestreckt – dennoch wirkt Basel III schon als Maßstab bei der Bewertung der Stärke von Banken.
Die Institute kommen diesen Anforderungen bei ihrer Außenkommunikation bereits nach – selbst absehbare nationale Sonderregelungen bei der Umsetzung, die die Kriterien der Investoren weiter nach oben schrauben könnten, sind im Bewusstsein der Marktakteure bereits präsent. So weist auch Patrick Raaflaub, Chef der Schweizer Finanzaufsicht Finma, im Interview mit dem „Tagesspiegel“ überzogene Einwände zurück, wonach nationale Sonderregeln für Banken zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnten. Zwar sei auch die Schweiz bemüht, solche Effekte zu vermeiden – dennoch: „Unser…



Entschärftes Basel III sorgt bei Banken für Kostenentlastung

2. August 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers_messDie Kosten für die Umsetzung der Basel III-Regularien dürften nach der jüngsten Entscheidung des Gouverneursrats des Baseler Ausschusses deutlich niedriger ausfallen, als angenommen.
Eine aktuelle Studie von JP Morgan Chase beziffert die Kosten für die Bankenbranche auf etwa 95 Mrd. Dollar weltweit. „Das entspricht etwa einem Drittel der noch im Februar befürchteten 263 Mrd. Dollar“, merkt das Handelsblatt an. Noch im Januar hatten verschiedene Banken laut internen Hochrechnungen prognostiziert, dass allein bei allen europäischen Banken ein Kapitalbedarf von bis zu 300 Mrd. Euro entstünde, sollten die geplanten Regeln Realität werden (vgl. RMRG vom 7.1.). Die in Basel beschlossenen Erleichterungen betreffen unter anderem die Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen an anderen Banken und Versicherungen. „Auch die geplanten…



Zweifel an vollständiger Umsetzung der Basel III-Regularien

29. März 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3In einer Hintergrundsendung berichtete der „Deutschlandfunk“ über die verschiedenen Initiativen zur Finanzmarktregulierung.
Im Fokus standen u.a. die Pläne des Baseler Ausschusses zur Verschärfung der Eigenkapitalregeln (Stichwort Basel III). Manfred Jäger vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) warnte dabei vor zu strengen Bestimmungen. Wenn man versuche, mit diesem Instrument das Finanzsystem stabiler zu machen, dann brauche man „unglaublich hohe Eigenkapitalanforderungen“. Dies könne man jedoch nicht durchhalten. „Dann werden nämlich die Banken sagen, es kommt zu einer Kreditklemme – und das wird vielleicht sogar stimmen.“ Sebastian Fritz-Morgenthal von der Frankfurt School of Finance hält es zudem für wenig sinnvoll, sich nur auf die Banken zu konzentrieren und andere Finanzmarktakteure außer Acht zu lassen…



Banken spekulieren auf Kernkapitalquote von 8 Prozent als Mindestanforderung

9. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Top News

aufsichtkurve„Das Thema Eigenkapital bekommt für die Banken in nächster Zeit zentrale Bedeutung, vor allem wegen der Beschlüsse von Pittsburgh“, so die treffende Aussage des Bankenanalysten bei der LBBW, Olaf Kayser.
So löste die jüngste JP Morgan-Studie zum zusätzlichen Eigenkapitalbedarf europäischer Banken breite Reaktionen aus. Das Handelsblatt sieht die Großbanken nun um Kapital „wetteifern“. Die Süddeutsche Zeitung erkennt: „Die Kapitallücke klafft.“ Obwohl es aktuell noch keine detaillierten Vorgaben der Regulierer gebe, kristallisiere sich eine neue Zielmarke heraus. „Wir gehen davon aus, dass die meisten Banken mittelfristig mindestens eine Kernkapitalquote (Tier 1) von acht Prozent erreichen müssen“, zitiert das Handelsblatt den JP Morgan-Analysten…



Risikomanagement der Banken muss historische Komponente stärker einbeziehen

23. April 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers1Die Finanzmarkt-Experten James Montier und Albert Edwards kritisieren die Risikomodelle der Banken vor dem Hintergrund der Finanzkrise mit scharfen Worten.
Im Interview mit der Schweizer Wirtschaftszeitung „Finanz und Wirtschaft“ bezeichnet das international anerkannte Strategen-Team der Société Générale die bankinternen Modelle als „Pseudowissenschaft“. „Die Vorstellung, dass wir Risiken wirklich quantifizieren können, ist absurd. Es wurden völlig abgehobene Modelle kreiert, und weil kaum jemand sie versteht, stellt sie auch niemand mehr in Frage. Wir wurden von der dunklen Seite der Mathematik verführt. Die Finanzmarkttheorie basiert auf der Standardabweichung, aber haben Sie schon einmal jemanden getroffen, der sich in einer Hausse um die Standardabweichung…