Beiträge zum Stichwort ‘ Staatsanleihen ’

Mit der Bankenunion zum effektiveren Risikomanagement

11. Januar 2013 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Im Zuge der Implementierung einer Bankenunion in Europa könnte auch die Risikovorsorge der Finanzinstitute besser kontrolliert werden.
Diese Einschätzung formuliert Wolfgang Hartmann, Vorstandsvorsitzender des Frankfurter Instituts für Risikomanagement und Regulierung (FIRM), in einem Gastbeitrag für die heutige „Börsen-Zeitung“. Der Experte appelliert an alle beteiligten Akteure, dieses Ziel – dessen entscheidender Part eine einheitliche Bankenaufsicht unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB) ist – weiter zu verfolgen. Das Projekt sollte „zügig“ vorangetrieben werden. „Denn aus der Sicht eines Risikomanagers bietet eine solche Einrichtung weitreichende Chancen, von denen der europäische Binnenmarkt, die Nationalstaaten und…



Deutliche Kritik an Aufweichung der Liquiditätsregeln für Banken

8. Januar 2013 | Von | Kategorie: Top News

Die Aufweichung der Liquiditätsregeln für Banken in Basel III stößt auf Kritik von Finanzexperten.
Die Regulatoren im federführenden Baseler Ausschuss hatten einerseits die Zeitschiene zur Einführung der Regeln gestreckt – andererseits die anrechenbaren Assetklassen ausgeweitet und die in den Regeln verankerten Krisenszenarien entschärft (vgl. RMRG vom 7.1.). Die kurzfristig vorzuhaltenden Liquiditätspuffer (LCR) sollen zwar weiterhin zu 60 Prozent aus Staatsanleihen bestehen und zu 40 Prozent aus alternativen Anlagen. „Bislang waren für die restlichen 40 Prozent des Puffers Unternehmensanleihen und mit Hypotheken- oder Staatskrediten unterlegte Bankanleihen (Covered Bonds, Pfandbriefe) akzeptabel, nun können auch Aktien und Hypothekenanleihen einbezogen…



Wirtschaftsweise plädiert für Forcierung der Verschuldungsgrenze für Banken

28. November 2012 | Von | Kategorie: Top News

Die feste Verschuldungsgrenze für Finanzinstitute sollte nach Meinung von Vertretern des Sachverständigenrats der Bundesregierung in den Mittelpunkt der Bankenregulierung rücken.
In einer Stellungnahme zur heutigen Anhörung des Finanzausschusses des Bundestags zur Basel III-Umsetzung in Europa (CRD IV-Umsetzungsgesetz) plädiert die Wirtschaftsweise Claudia M. Buch für eine stärkere regulatorische Gewichtung einer Verschuldungsgrenze für Banken (Leverage Ratio). Der Baseler Ausschuss hatte diese Kenngröße innerhalb der Eigenkapital- und Liquiditätsvorgaben Basel III als verbindliches Instrument vorgeschlagen. Zum Jahresstart 2013 soll die Leverage Ratio als Beobachtungsgröße innerhalb von Basel III eingeführt werden – respektive zu dem Zeitpunkt, an dem Basel III nach der absehbaren zeitlichen Verzögerung…



Baseler Ausschuss findet keine Einigung zu Liquiditätsvorgaben für Banken

14. September 2012 | Von | Kategorie: Top News

papers11Der regelsetzende Baseler Ausschuss kommt bei der finalen Festsetzung der Liquiditätsregeln unter Basel III nicht voran.
Auf einer Konferenz in Istanbul konnten sich die Regulatoren nach Bericht der „Börsen-Zeitung“ nicht auf den entsprechenden Wortlaut einigen – bereits im Juni konnte keine Verständigung gefunden werden. Nunmehr ist die Entscheidung für den Dezember anvisiert. Das Blatt verweist auf entsprechende Aussagen des Vorsitzenden des Baseler Gremiums, Stefan Ingves. Als Knackpunkt erweist sich offenbar die Anrechnung von Staatsanleihen bei der Liquidity Coverage Ratio (LCR), die Banken eigentlich dem Jahresstart 2013 ausweisen sollen. Dazu heißt es im Bericht der Zeitung: „Bisherigen Plänen zufolge sollten Staatsanleihen, sofern sie nach dem Eigenkapitalakkord Basel II nicht mit Eigenkapital zu unterlegen sind, zu jeweils 100 % dem Bestand…



Bundesbank-Vize zeichnet Finalisierung der Basel III-Liquiditätsregeln vor

26. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Basel III

liquidbaselFranz-Christoph Zeitler, Vizepräsident der Bundesbank, äußerte sich am Freitag zu den Details der Liquiditätsvorgaben von Basel III und verdeutlichte dabei, dass ein Großteil der deutschen Positionen offenbar durchgesetzt werden könne.
Zeitler zufolge sehen die Beschlüsse vor, dass private Wertpapiere wie Pfandbriefe und Unternehmensanleihen als liquide Aktiva anerkannt werden. „Sie dürfen als Teil des Deckungsstocks für die kurzfristige Liquiditätsquote (LCR Liquidity Coverage Ratio) bis zu 40% ausmachen“, fasst die Börsen-Zeitung die Aussagen zusammen. „Dieser Punkt ist für die Bundesbank von hoher ordnungspolitischer Bedeutung, da unangemessene Anreize im Aufsichtsrecht für eine Begünstigung öffentlicher Schuldverschreibungen unterbleiben sollen“, so Zeitler. Diese privaten Titel werden jedoch einem pauschalen Abschlag von 15 % des Marktwerts unterliegen und müssen…



EU-Stresstests haben Risiken der Banken nicht vollständig abgebildet

7. September 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

Das heutige „Wall Street Journal Europe“ wendet sich in seinem heutigen Titelthema kritisch gegen die veröffentlichten Ergebnisse des jüngsten Bankenstresstests der Europäischen Union unter Federführung des Ausschusses der europäischen Bankenaufseher (CEBS). Gerade an der Kommunikation potenzieller Risiken im Bereich der Staatsanleihen entzündet sich die Kritik. Einige Großbanken hätten diese Risikoexpositionen klar zu niedrig ausgewiesen, in [...]



Staatsanleihe-Risiken deutscher Banken im Fokus

28. Juli 2010 | Von | Kategorie: Riskmanagement

staatsanleihenrisikoIm Rahmen der Stresstests haben die deutschen Banken ihre Staatsanleihenengagements veröffentlicht – wenn auch teilweise erst im Nachlauf der Ergebnis-Publikation.
Dabei hat sich herausgestellt, dass die DZ Bank zu den größten Gläubigern der gebeutelten PIGS-Staaten (Portugal, Irland, Griechenland und Spanien) gehört, merkt die Börsen-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe an. Bereinigt um Absicherungsgeschäfte bezifferte das genossenschaftliche Spitzeninstitut das Engagement auf 8 Mrd. Euro. Andere deutsche Privatbanken sind deutlich weniger in den Schuldenländern aktiv. So teilte die Deutsche Bank gestern mit, dass man in Portugal, Irland, Griechenland und Spanien – nach Absicherung – Positionen im Volumen von rund 2 Mrd. Euro habe. In Italien – ein Land, das bislang lediglich als gefährdet gilt – haben die Positionen unter dem Strich einen Umfang…



„Stresstest-Freitag“: Panik wegen möglicher Marktinterpretationen der Ergebnisse

21. Juli 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers_crossDie von uns schon am Montag beschriebene „Angst vor dem Stresstest-Freitag“ nimmt mehr und mehr panikartige Züge an.
Die Anspannung vor der Veröffentlichung der Ergebnisse des EU-Bankenstresstests durch das federführende Gremium der europäischen Bankenaufseher (CEBS), die nationalen Aufseher und einzelnen Finanzinstitute am kommenden Freitag, wird durch immer neue, „durchgesteckte“ Informationen über vermeintliche „Durchfaller“ und „Stresstest-Besteher“ befeuert. Nachdem gestern bekannt wurde, dass offenbar die Hypo Real Estate (HRE) die Überprüfung nicht bestanden habe, gibt es nun krampfhafte Bemühungen, dieses Scheitern als Einzelfall im deutschen Bankensektor darzustellen – gerade von Seiten der Landesbanken. Es gebe „überhaupt keine“ Anhaltspunkte dafür…



Stresstests sorgen weiter für Unruhe

15. Juli 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

testsBeim Prozedere um die Veröffentlichung der Ergebnisse der aktuellen EU-Bankenstresstests kehrt keine Ruhe ein.
So vermeldet die Financial Times Deutschland: „Stresstests entzweien Finanzminister“ – und verweist darauf, dass unter den EU-Finanzministern ein heftiger Streit ausgebrochen sei, wie detailliert die Ergebnisse der Tests publik gemacht werden sollen. Insbesondere über die Offenlegung von Risiken durch Staatsanleihen in den Bilanzen der einzelnen Banken gebe es Diskussionen. Hier würde sich gerade Frankreich querlegen. Hintergrund könnte hier das mutmaßlich hohe Staatsanleihe-Risiko des belgisch-französischen Finanzkonzerns Dexia sein. Dieses hatte das „Luxemburger Wort“ in einem Leitartikel jüngst thematisiert. Bei der Finanzgruppe soll allein der Wert der griechischen Bonds…



Kreise: Deutsche Bank, Commerzbank und Postbank haben Stresstest offenbar bestanden

13. Juli 2010 | Von | Kategorie: Top News

stresstestsNach Meldung des Informationsdienstes Bloomberg könnten die deutschen Großbanken – genannt werden die Deutsche Bank, die Commerzbank und die Postbank – die aktuelle Bankenstresstestrunde des CEBS bestanden haben.
Man beruft sich dabei auf unbenannt bleibende Kreise. Nach Meinung der Financial Times Deutschland können die benannten Banken nun aufatmen. Die Institute würden demnach bei allen angelegten Szenarien voraussichtlich über dem Mindestwert von sechs Prozent beim Tier1-Kernkapital nach Basel II liegen. Auch aktuelle Aussagen von Commerzbank-Finanzchef Eric Strutz scheinen diese Informationen zu stützen. Er betonte, dass der Stresstest für sein Institut kein Problem sei. „Wir fühlen uns mit unserer Kernkapitalquote sehr…