Beiträge zum Stichwort ‘ Standard & Poor’s ’

Regulierung “light” für Ratingagenturen in Europa

29. November 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Die Regulierung der Ratingagenturen durch die Europäische Union stößt in der Wirtschaftspresse einhellig auf kritische Bewertungen.
Der nach Verhandlungen mit EU-Mitgliedsstaaten und dem Europaparlament verabschiedete Kompromiss habe die ursprünglichen Forderungen von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier stark verwässert, heißt es unisono. Die „Financial Times Deutschland“ konstatiert: „Kleiner Klaps für Ratingagenturen“ – und das „Handelsblatt“ schlussfolgert: „Bonitätsprüfer verteidigen ihr Geschäftsmodell.“ Neutraler titelt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und stellt dabei schon eine der Festlegungen vor: „Ratingagenturen haften künftig für grob fahrlässige Fehleinschätzungen.“ Die Beweislast im Rahmen…



Basel III-Verschiebung in USA sorgt für Unruhe

13. November 2012 | Von | Kategorie: Top News

Die von den USA angekündigte Verschiebung der Einführung der Basel III-Eigenkapitalregeln für Banken stößt auf ein breites Medienecho.
Die US-Aufsichtsbehörden gaben gestern bekannt, dass die nationale Umsetzung des dritten Baseler Eigenkapitalakkords infolge zahlreicher Kommentierungen der entsprechenden Regelvorschläge zeitlich aufgeschoben wird. Ein neues verbindliches Datum wurde nicht mitgeteilt (vgl. RMRG vom 12.11.). Dieses Abweichen vom internationalen Fahrplan zur Einführung von Basel III löst in der hiesigen Wirtschaftspresse besorgte Kommentierungen aus. „US-Aufsicht stresst Europäer“, analysiert das „Handelsblatt“ – und die „Börsen-Zeitung“ erkennt: „USA befeuern Debatte um Basel III-Einführung. Sollte die EU an einer Regelimplementierung zum Jahresstart 2013 festhalten, drohen nun nach Ansicht des „Handelsblatts“ Wettbewerbsverzerrungen im Bankensektor. „Besonders heftig betroffen…



Basel III könnte Unternehmensfinanzierung deutlich verteuern

30. September 2011 | Von | Kategorie: Top News

basel3Nach Analyse der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) werden negative Effekte der neuen Eigenkapitalregelwerke Basel III (für Banken) und Solvency II (für die Assekuranz) europäische Unternehmen härter treffen, als die in den USA beheimateten Firmen.
In dem Report unter dem Titel „Why Basel III and Solvency II Will Hurt Corporate Borrowing In Europe More Than In The U.S.” prognostizieren die Experten zusätzliche jährliche Kosten für europäische Firmen in Höhe von 30 bis 50 Milliarden Euro für die Kreditfinanzierung. Die Kosten in den USA dürften sich hingegen nur auf 6 bis 10 Milliarden Euro belaufen. „Dies stellt eine Zunahme von 10 Prozent bis 20 Prozent über den aktuellen Zinskosten für Unternehmensschuldner…



Zwangswandelanleihen als Schritt zu stabileren Großbanken?

13. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Top News

cocosTrotz bestehender Unsicherheit bei Preisermittlung und Investoren-Interesse setzen sich die Großbanken bereits intensiv mit der möglichen Emission von Zwangswandelanleihen auseinander.
So will sich die Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) in den kommenden Jahren Kapital über die vom Baseler Ausschuss favorisierten Zwangswandelanleihen besorgen. Die Regulatoren sehen in den sogenannten CoCo-Bonds (Contingent Convertibles) ein Instrument zur Adressierung des von Großbanken ausgehenden Systemrisikos. Im Fall der Krisensituation des Instituts (z.B. Unterschreiten einer definierten Mindesteigenkapitalquote) werden die Anleihen automatisch in Eigenkapital umgewandelt und sollen damit die Bank stabilisieren. „Ich hoffe sehr, dass wir hier im Laufe des kommenden Jahres aktiv werden können“, so CS-Chef Brady Dougan…



Coface steigt in Wettbewerb der Ratingagenturen ein

30. Juli 2010 | Von | Kategorie: Regulierung

Der französische Kreditversicherer Coface konkretisiert jetzt sein Vorhaben, als erste internationale Ratingagentur mit Sitz in Europa an den Start zu gehen. Coface hat seinen Antrag auf Zulassung bei dem dafür zuständigen Ausschuss der Europäischen Wertpapierregulierungsbehörden (CESR) eingereicht, berichtet u.a. die Financial Times Deutschland. Bedingt durch das Kreditversicherungsgeschäft sei Coface auf die Bewertung von Unternehmen spezialisiert [...]



S&P zwischen Selbstkritik und Vorwärtsverteidigung

6. Juli 2010 | Von | Kategorie: Top News

ratingWohl erst zu dem Zeitpunkt, wenn die Macht der drei großen Ratingagenturen gebrochen und eine effektive Regulierung von Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch implementiert ist, wird die mediale Kritik am Gebaren der Agenturen verstummen.
So blickt das Nachrichtenmagazin Focus in seiner aktuellen Ausgabe auf die Fehler der Agenturen im Zuge der Finanzmarktkrise zurück und bemängelt die noch immer ausstehende schärfere Regulierung. Doch auch die Ratingagenturen selbst, versuchen mit proaktiver Öffentlichkeitsarbeit ihre Argumente zu positionieren. So gibt sich der Chef der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P), Deven Sharma, im Interview mit dem Handelsblatt selbskritisch aufgrund der Fehlbewertungen seines Hauses im Segment der US-Hypothekenverbriefungen. „In diesem Bereich haben wir tatsächlich mit unseren Annahmen gründlich danebengelegen und daher…



Griechenland-Rating: SolvV hebelt Basel II aus

17. Juni 2010 | Von | Kategorie: Basel III

basel2Die deutschen Banken müssen infolge des Downgrades für Griechenland auf einen so genannten „Ramsch-Status“ nicht mit negativen Folgen rechnen, berichtet die Financial Times Deutschland.
Zwar sehe Basel II bei der Ratingherabstufung von Staaten die Erhöhung der Risikogewichtung und damit eine höhere Eigenkapitalunterlegung vor, jedoch werde diese Regel für Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) durch die Solvabilitätsverordnung (SolvV) außer Kraft gesetzt. Für alle EWR-Staaten gelte nach Paragraf 26 SolvV das Risikogewicht „null“. Ohne diese Regelung, müssten beispielsweise Griechenland-Anleihen nach der jüngsten Ratingabstufung durch S&P und Moody’s vollständig mit acht Prozent Eigenkapital unterlegt…



Standard & Poor’s begrüßt Basel II-Reform

10. März 2010 | Von | Kategorie: Basel III

basel3Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat in einer aktuellen Analyse ihre prinzipielle Unterstützung für die Reformarbeiten des Baseler Ausschusses verdeutlicht.
„Es handele sich um eine vernünftige Antwort auf die Schwächen des gegenwärtigen regulatorischen Ansatzes, die von der Krise aufgedeckt worden seien“, gibt die Börsen-Zeitung die S&P-Aussagen wieder. Mögliche materielle Konsequenzen für die Bonitätsnoten der Banken befürchtet die Agentur bislang nicht. Langfristig könne Basel III sich sogar positiv auf die Ratings auswirken, da die Regularien dazu beitragen, dass sich die Krisenfestigkeit der Institute erhöhe. Einschränkend heißt es in der Analyse jedoch, dass die Vergleichbarkeit der Kapitalquoten auch weiterhin von Unterschieden…



Wall Street Journal bewertet RAC positiv / Vergleich zu Basel II

2. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Basel III

paper_side„Ratingagenturen zeigen Unabhängigkeit“, titelt das „Wall Street Journal“ über einem Meinungsbeitrag, der die jüngsten Bemühungen der drei großen Ratingagenturen zur Verbesserung ihrer Analysen wohlwollend kommentiert.
Im Fokus steht dabei der von Standard & Poor’s jüngst vorgestellte und heftig diskutierte Ansatz der Ermittlung eines „Risk Adjusted Capital“ (RAC). Die sich dabei ergebende Eigenkapitalsituation im Bankensektor stelle sich deutlich kritischer dar, als die Basel II-Systematik erkennen lasse. „Granted, the widely used Basel II capital regime is being made stricter, but even after such changes, S&P’s approach could still be tougher, the firm estimates“, schreibt der…



„Risk Adjusted Capital“ weiter in der Diskussion

27. November 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_messDie intensiv diskutierte, neue Standard & Poor’s-Messmethodik zur Ermittlung der Bankeneigenkapitalausstattung steht in der Berichterstattung der Wirtschaftspresse weiter im Mittelpunkt.
„S&P knickt vor Banken ein“, konstatiert die Financial Times Deutschland (online) und verweist auf Insider-Aussagen, wonach die Ratingagentur die ausgewiesenen Werte für verschiedene Banken zeitnah auf aktuellen Stand bringen will (vgl. RMRG vom 25.11.). S&P habe die RAC-Quote entwickelt, weil sie die Kapitalstärke der Institute besser abbilde als andere Zahlen. Im Bericht werden die Einwände der Banken – u.a. der besonders negativ bewerteten UBS – verdeutlicht. Die Schweizer Großbank hatte moniert, dass S&P „kein repräsentatives Bild“ von ihrer Kapitalstärke vermittle, weil in der Studie weder die Umwandlung von 6 Mrd. Franken in Aktienkapital im August noch die bis spätestens März 2010 vorgesehene Umwandlung von weiteren…