Beiträge zum Stichwort ‘ Subprime ’

Expertenkritik: Optimierte Bankenregulierung sieht anders aus

5. August 2013 | Von | Kategorie: Top News

BankenDie laufende Verregelung der Bankenbranche stößt bei Experten auf Kritik – einerseits wegen fehlender Koordination der Regulatoren untereinander, andererseits wegen einer falschen Ausrichtung der neuen Vorgaben.
In einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ kritisieren Stephan Paul und Stefan Stein, Professoren am ikf Institut für Kredit- und Finanzwirtschaft der Ruhr-Universität Bochum, die aus ihrer Sicht unkoordinierte Regulierungsagenda der Aufseher in den USA und Europa, die den Aufbau eines internationalen Regelwerks für die Finanzbranche deutlich erschwere. „Die Kreditinstitute sollten nicht darauf setzen, dass die Regulierer kooperierten. Doch was soll man vom Stand der internationalen Koordination bei der Regulierung großer Banken halten, wenn selbst die…



Verbriefungen: Basel visiert höhere Eigenkapitalunterlegung an

23. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Die Bankenaufseher planen einer schärfere Verregelung von Forderungsverbriefungen.
Wie die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ berichtet, will der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht die Regulierung von Kreditverbriefungen (Asset-Backed-Securities / ABS) einer „fundamentalen“ Überprüfung unterziehen. Dies habe der Generalsekretär des Gremiums, Wayne Byres, erklärt. Demnach werden eine höhere Eigenkapitalunterlegung der Finanzkonstrukte und schärfere Offenlegungspflichten für die zugrundeliegenden Kredite erwogen. „Letzten Endes geht es darum, wie das Kapital bewertet wird, aber es geht auch darum zu reflektieren, was wir aus der Krise über die Verbriefungen gelernt haben und über die Art und Weise wie die Risiken innerhalb der Verbriefungen funktionieren“, wird der Australier…



S&P zwischen Selbstkritik und Vorwärtsverteidigung

6. Juli 2010 | Von | Kategorie: Top News

ratingWohl erst zu dem Zeitpunkt, wenn die Macht der drei großen Ratingagenturen gebrochen und eine effektive Regulierung von Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch implementiert ist, wird die mediale Kritik am Gebaren der Agenturen verstummen.
So blickt das Nachrichtenmagazin Focus in seiner aktuellen Ausgabe auf die Fehler der Agenturen im Zuge der Finanzmarktkrise zurück und bemängelt die noch immer ausstehende schärfere Regulierung. Doch auch die Ratingagenturen selbst, versuchen mit proaktiver Öffentlichkeitsarbeit ihre Argumente zu positionieren. So gibt sich der Chef der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P), Deven Sharma, im Interview mit dem Handelsblatt selbskritisch aufgrund der Fehlbewertungen seines Hauses im Segment der US-Hypothekenverbriefungen. „In diesem Bereich haben wir tatsächlich mit unseren Annahmen gründlich danebengelegen und daher…



Basel II-Anwendung bei US-Investmentbanken als Krisenursache?

28. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Basel III

basel2Eine Auswirkungsanalyse der Finanzmarktregulierung aus bekannter amerikanischer Sicht:
Das Cato Institute, einer der einflussreichsten ökonomisch-politischen „Think Tanks“ Amerikas, versucht in einem aktuell veröffentlichten „Policy Paper“ am Beispiel der USA zu erörtern, ob eine striktere Regulierung des Finanzsektors die Marktkrise hätte verhindern können. Das zu erwartetende Ergebnis: Die Deregulierung in den 1990ziger Jahren habe nicht zur Subprime-Krise beigetragen. Auch aktuelle Vorschläge zur verschärften Verregelung der Banken werden als wenig wirksam abgetan. In diesem Kontext unterziehen die Cato-Experten auch die Baseler Eigenkapitalregeln einer kritischen Analyse. So hätte das von der Finanzaufsicht SEC für die Investmentbanken angelegte Basel II-Regelwerk zum…



Dexia AM-Chefökonom sieht in Basel II Blaupause für Regulierung

27. April 2009 | Von | Kategorie: Basel III

Im Buch „Globalised finance and its collapse“ untersuchen Anton Brender, Chefökonom bei Dexia Asset Management und Associate Professor an der Paris-Dauphine Universität und Co-Autorin Florence Pisani die Ursachen der aktuellen Finanzkrise. Als Konsequenz fordern Sie eine stärkeres Eingreifen der Regierungen in die globalen Märkte. Die Finanzwelt müsse gezähmt werden. Die „Neue Zürcher Zeitung“ hat nachgefragt, [...]



Analyse: Kreditausfälle wurden bei US-Hypotheken bewusst in Kauf genommen

27. Februar 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers1Eine aktuelle Analyse der Tageszeitung „USA Today“ zeigt auf, dass noch im Jahr 2007 – als die Auswirkungen der Ausfälle im Segment der Subprime-Hypotheken am US-Finanzmarkt schon offensichtlich wurden – die unverantwortliche Kreditvergabe in dieser Zielgruppe weiter massiv ausgeweitet wurde.
Damals seien durch Banken und Hypothekenvermittler in den USA nochmals 419.000 Kreditverträge abgeschlossen worden, die das jährliche Haushaltseinkommen der Darlehensnehmer mindestens um das vierfache überschritten. Damit seien 9 Prozent der privaten Immobilienfinanzierungen im Jahr 2007 in diesem Höchst-Risikobereich abgeschlossen worden…