Beiträge zum Stichwort ‘ Systemrisiko ’

Irritationen vor Finanzministertreffen zur EU-Bankenabwicklung

14. Mai 2013 | Von | Kategorie: Top News

Das große Thema beim Treffen der EU-Finanzminister soll an diesem Dienstag in Brüssel die Frage der Bankenabwicklung sein, berichten mehrere Medien übereinstimmend.
Dabei gehe es einerseits um die sogenannten „Haftungskaskade”, also die Frage, wer im Falle von Bankenpleiten in welcher Reihenfolge zur Kasse gebeten werden sollte. „Andererseits um den Aufbau einer echten europäischen Bankenunion mit einer zentralen Abwicklungsbehörde“, notiert die „Süddeutsche Zeitung“. Bei diesem Thema trete derzeit jedoch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble auf die Bremse. Vor dem großen Wurf verlange Schäuble „zuerst eine Änderung des EU-Vertrages, und das kann viele Jahre dauern“, berichtet das „Handelsblatt“. Gestern legte der Minister noch einmal nach – und sprach sich für…



Wirtschaftsweiser Bofinger plädiert für härtere Bankenregulierung

13. Mai 2013 | Von | Kategorie: Top News

SystemrelevanzGegenüber dem „Deutschlandfunk“ hat der Wirtschaftsweise Peter Bofinger kritisiert, dass große Banken im Zweifelsfall immer noch durch den Steuerzahler gerettet werden müssten.
„Nach wie vor haben wir das Problem, dass große Banken so groß sind, dass sie im Zweifel, wenn es ihnen schlecht geht, vom Steuerzahler, von den Staaten gerettet werden müssen“, so der Wirtschaftsweise. Durch die bestehende „too big to fail“-Problematik würden die Staaten nach wie vor erpressbar durch die Banken bleiben. Eine Risikoreduzierung durch eine höhere Eigenkapitalquote der Banken lehnte Bofinger aber ab, weil so weniger Kredite vergeben werden könnten. „Dann schüttet man das Kind mit der Badewanne aus”, betonte der Wirtschaftsexperte. Auch ein Kommentar der heutigen „Süddeutsche Zeitung“ zieht in Zweifel, dass mit den bisherigen Regulierungsmaßnahmen…



FSB drängt auf Regeln zur Bankenabwicklung

12. April 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Das Financial Stability Board (FSB) fordert von den internationalen Gesetzgebern forcierte Anstrengungen bei der Formulierung von Vorgaben zur geordneten Abwicklung von Banken. Laut einem Untersuchungsbericht des Gremiums zum Thema, hätten erst wenige Länder den Aufsichten ausreichende Eingriffsmöglichkeiten gegeben, um bei schiefliegenden Banken die Wandlung von Anleihen in haftendes Eigenkapital anordnen können. Hier gelte es auch [...]



Wirtschaftsweise plädiert für Forcierung der Verschuldungsgrenze für Banken

28. November 2012 | Von | Kategorie: Top News

Die feste Verschuldungsgrenze für Finanzinstitute sollte nach Meinung von Vertretern des Sachverständigenrats der Bundesregierung in den Mittelpunkt der Bankenregulierung rücken.
In einer Stellungnahme zur heutigen Anhörung des Finanzausschusses des Bundestags zur Basel III-Umsetzung in Europa (CRD IV-Umsetzungsgesetz) plädiert die Wirtschaftsweise Claudia M. Buch für eine stärkere regulatorische Gewichtung einer Verschuldungsgrenze für Banken (Leverage Ratio). Der Baseler Ausschuss hatte diese Kenngröße innerhalb der Eigenkapital- und Liquiditätsvorgaben Basel III als verbindliches Instrument vorgeschlagen. Zum Jahresstart 2013 soll die Leverage Ratio als Beobachtungsgröße innerhalb von Basel III eingeführt werden – respektive zu dem Zeitpunkt, an dem Basel III nach der absehbaren zeitlichen Verzögerung…



Neuer Stabilitätsrat nur eine „Quasselbude“?

15. November 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Der neue Ausschuss für Finanzstabilität, in dem ab 2013 Vertreter von Bundesbank, Finanzaufsicht BaFin und Bundesfinanzministerium frühzeitig Krisenszenarien an den Märkten identifizieren sollen, geht mit einem sehr überschaubaren Kompetenzumfang an den Start. Nach Aussage von Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret kann das Gremium künftig Warnungen oder Empfehlungen an die Bundesregierung oder die BaFin aussprechen und soll den [...]



Kreis der systemrelevanten Banken soll verkleinert werden / Commerzbank Streichkandidat?

9. Oktober 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

SystemrelevanzDie Anzahl der als systemrelevant eingestuften Geldhäuser könnte diese Woche reduziert werden.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ könnten die morgen im Financial Stability Board (FSB) versammelten Bankenaufseher die Liste der 29 systemrelevanten Banken auf internationaler Ebene zusammenstreichen. Die Aufseher seien zu der Einsicht gekommen, dass der Zusammenbruch einiger der aufgeführten Banken keine allzu große Gefahr für die Stabilität der Weltwirtschaft mehr darstelle. Hinzu komme, dass einige Finanzkonzerne eine Restrukturierung durchgeführt hätten, teilt „Bloomberg“ mit. Den ursprünglichen Planungen zufolge sollen die Banken, die als „too big to fail“ identifiziert…



Blaupause für Basel IV setzt auf strikte Verschuldungsgrenze für Banken

3. September 2012 | Von | Kategorie: Top News

basel4Im Rahmen des Notenbanker-Treffens von Jackson Hole haben zwei führende Köpfe der Bank of England (BoE) einen Ausblick auf die künftige Regulierung von Banken gegeben und damit ihre Blaupause für ein Regelwerk Basel IV präsentiert.
Andrew Haldane, der bei der Bank of England für Finanzstabilität verantwortliche Exekutivdirektor, und der BoE-Ökonom Vasileios Madouros unterziehen dabei das seit 1988 weiterentwickelte Eigenkapital- und Liquiditätsregelwerk für Banken (Basel I bis III) einer kritischen Überprüfung. So seien die Regeln nachlaufend zu den immer komplexer werdenden Finanzmärkten immer komplexer ausformuliert worden – eine Entwicklung in die falsche Richtung, monieren die Autoren. Besonders kritisch wird dabei die unter Basel II möglich gewordene…



Deutsche Banken zoffen sich wegen neuer europäischer Aufsicht

20. August 2012 | Von | Kategorie: Top News

papers13Die Ende vergangener Woche bekannt gewordenen Informationen, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) als Hauptakteur der neuen Bankenaufsichtsstruktur in Europa auch kleinere und mittelgroße Institute überwachen soll, sorgt innerhalb der deutschen Kreditwirtschaft für Streit.
Eigentlich vermuteten Experten und Beobachter, dass die EU-Kommission lediglich große und systemrelevante Banken dem Aufsichtsregime der EZB zuordnen werde. Vergangenen Freitag meldete dann das „Handelsblatt“, dass jedoch auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Deutschland künftig von der Zentralbank beaufsichtigt werden sollen. „Brüssel stärkt die Macht der EZB“, so das Fazit der Zeitung. Postwendend ist nun massive Kritik seitens des Sparkassen- und…



Banken bringen weitere Kapitalstärkungen auf den Weg

14. August 2012 | Von | Kategorie: Top News

eigenkapitalVor dem Hintergrund schärferer Kapitalanforderungen (Basel III) bemühen sich die Banken fortlaufend um die Stärkung ihrer Eigenkapitaldecken – teils auch mit fragwürdigen Methoden.
Aktuelles Beispiel ist die Schweizer Großbank UBS, die sich nach Bericht der „Neuen Zürcher Zeitung“ mit einer Emission von nachrangigen, „verlustabsorbierenden” Schuldverschreibungen auf die zusätzlichen Kapitalauflagen für systemrelevante Banken vorbereitet. Die Papiere sollen sich auf ein Volumen von 2 Mrd. US-Dollar belaufen. Hintergrund sind die Anforderungen der Schweiz an die zwei so genannten „too big to fail“-Banken des Landes, die Credit Suisse und die UBS. Diese systemrelevanten Banken, deren Konkurs die gesamte Volkswirtschaft gefährden würde, müssen in der Schweiz eine progressive Eigenkapital-Komponente aufweisen. Diese hängt von der Bilanzgröße und dem Marktanteil der betroffenen Bank ab…



US-Senatoren fordern schärfere Regeln für Großbanken

8. August 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

Aus dem Bankenkomittee des US-Senats werden Forderungen laut, den systemrelevanten Banken schärfere Eigenkapitalregeln vorzuschreiben. In einem Brief an den Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, drängen der demokratische Senator Sherrod Brown und sein republikanischer Kollege, David Vitter, den Adressaten, im Rahmen der Basel III-Implementierung deutlich höhere Kapitalvorgaben für systemrelevante Banken (so genannte SIFIs) einzuführen. Die [...]