Beiträge zum Stichwort ‘ US-GAAP ’

Neue Details zu Leverage Ratio aus Basel

27. Juni 2013 | Von | Kategorie: Basel III

Mehrere Medien stellen heute Details vor, die der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht zur Ausgestaltung der im Eigenkapitalregelwerk Basel III verankerten Verschuldungsgrenze (Leverage Ratio) vorgestellt hat.
„Diese nimmt anders als die übrigen Eigenkapitalregeln von Basel III keinen Bezug auf die Risiken, die mit den jeweiligen Geschäften verbunden sind. Sie wird daher als risikounabhängige Messgröße angesehen – ganz anders als die Vorgaben einer Kernkapitalquote, das Herzstück der neuen Branchenregeln“, merkt die „Börsen-Zeitung“ erklärend an. Ab 2018 soll die Quote greifen – von 100 Euro Aktiva einer Bank müssen dann mindestens 3 Euro mit Eigenkapital besichert sein. „Was die den Schuldenhebel verkürzende Saldierung von Derivaten angeht, folgt das Papier dabei eher den strikteren Vorgaben der international gültigen IFRS-Normen als den großzügiger gestalteten Regeln von US-GAAP“, konstatiert ein Kommentar der „Börsen-Zeitung“. Derweil lobt der Kommentator des „Handelsblatts“ (Titel: „Zweierlei Maß“) den Ansatz der Baseler Aufseher, in ihrem Regelwerk sowohl risikogewichtete als…



Deutsche Bank-CFO: Seriöse Basel III-Kostenschätzung derzeit unmöglich

15. März 2010 | Von | Kategorie: Top News

boezIm ausführlichen Interview mit der Börsen-Zeitung äußert sich der Finanzchef der Deutschen Bank, Stefan Krause, zu den regulatorischen Herausforderungen für sein Institut.
„Absehbar ist bereits für Anfang 2011 die stärkere Eigenkapitalunterlegung von Handelsaktiva [...]“, so Krause, der jedoch mittelfristig schon das Regelwerk Basel III auf der Agenda hat. „Da geht es unter anderem um neue Gewichtungen bei den risikogewichteten Aktiva sowie um eine Neudefinition des Kerneigenkapitals.“ Kostenseitig sei für die Deutsche Bank hier noch keine seriöse Abschätzung möglich – eine Auswirkungsstudie laufe jedoch gerade. „Ich erwarte allerdings ein maßvolles Vorgehen der Regulatoren, auch mit Blick auf die Übergangsfristen“, so die Aussage des CFOs. Aktuell sieht Krause seine Bank eigenkapitalseitig gut aufgestellt, jedoch…



Liquiditätsrisiko muss stärker in den Fokus genommen werden

13. November 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

risiko2„Die Kardinalfrage: Welche Risiken können wir uns leisten?“, titelt der „Platow Brief“ über einem Beitrag, der die Ergebnisse der 4. Risikomanagement-Tagung von Union Investment beleuchtet.
Nach Ansicht des Risiko-Experten von der Uni Basel, Henner Schierenbeck, bedürfe es zur Beantwortung dieser Frage auch der Berücksichtigung des Liquiditätsrisikos, das im Extremfall zur Marktilliquidität führen könne. Die angemessene Erfassung von Liquiditätsrisiken sei entscheidend für das gesamte Risikomanagement und letztendlich auch für die Bilanzierung. Der Experte nahm hier Bezug auf die international kontrovers geführte Debatte über Bewertungen. Zu den größten Problemen und Meinungsdiskrepanzen komme es in Extremsituationen. „So geben Kritiker dem Fair Value-Ansatz im Rahmen von IFRS und US-GAAP…



Bundesbank differenziert Kritik an Leverage Ratio

13. November 2009 | Von | Kategorie: Top News

artikelDie Bundesbank rückt offenbar von ihrer Pauschalkritik an einer festen Verschuldungsgrenze für Banken ab.
Die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires berichtet über Ausführungen von Bundesbankpräsident Axel Weber zu den vom Baseler Ausschuss anvisierten Änderungen beim Eigenkapitalregelwerk für Banken. Die von dem Gremium vorgeschlagene Leverage Ratio in Ergänzung zu Basel II unterzog Weber dabei einer differenzierteren Kritik als gewohnt. Er erkannte der Kennzahl zumindest einen „informativen Wert“ zu, der in wirtschaftlichen Aufschwungphasen einem überhitzten Kreditvergabewachstum entgegenwirken könnte. „Ihre Anwendung in Säule 2 von Basel II und ihre Überführung als verbindliches Maß in Säule 1 von Basel II erfordern jedoch eine vorherige umfangreiche und angemessene Überprüfung und Kalibrierung“, wird Weber im Bericht zitiert. Er spielt damit auch auf die Tatsache an, dass sich die…



Bundesbank wehrt sich gegen Leverage Ratio / Kampf um Kernkapitaldefinition

30. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Top News

boez„Die Deutsche Bundesbank wehrt sich gegen die Pläne einer pauschalen Verschuldungsregel (Leverage Ratio) für Banken“, berichtet die Börsen-Zeitung aktuell.
Das künftig für die Bankenaufsicht in Deutschland zuständige Institut spreche diesem regulatorischen Instrument die Wirksamkeit ab. In dem Zusammenhang wird auf die Arbeit des Baseler Ausschusses hingewiesen, der die auf dem G20-Gipfel gefassten Regulierungsbeschlüsse ins Detail umsetzen soll. Die Bundesbank werde in dem Gremium derzeit von ihrem Vize-Präsidenten Franz-Christoph Zeitler vertreten. „Es kommt nicht nur auf die richtigen Maßnahmen an, sondern auch auf die Zeitachse, den richtigen Zeitpunkt der Umsetzung“, wird Zeitler zitiert. Auch eine international angedachte „Testamentspflicht“ für Banken betrachte die…



PwC-Experte sieht Weg zu weltweit einheitlicher Bilanzierung gefährdet

14. August 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers7Burkhard Eckes, Partner der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), warnt im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vor einem Ende des Konvergenzprozesses zwischen europäischen und amerikanischen Bilanzregeln.
„Der Weg zu einer weltweit einheitlichen Bilanzierungssprache könnte gefährdet sein.“ Zwar hätten US-GAAP und der europäische IFRS das Prinzip der Bewertung zum aktuellen Marktwert (Fair Value) gemeinsam, doch die US-Regeln ließen Verrechnungsmöglichkeiten bei Derivatpositionen zu. Die Standardsetzer IASB – verantwortlich für die IFRS – und das US-Pendant FASB würden bei der Überarbeitung der Bilanzregeln mittlerweile getrennte Wege gehen. Im Juli hatte der IASB sein erstes Teilkonzept für…



Banken ziehen Verteidigungslinie gegen eine “Leverage Ratio”

17. Juli 2009 | Von | Kategorie: Top News

handBei einem Pressegespräch des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) stand am Mittwoch die Position des Verbandes bei der künftigen Ausgestaltung von Kapitalvorschriften im Mittelpunkt.
Die Börsen-Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichteten gestern über die BdB-Forderungen. So wird eine kurzfristige, zeitlich begrenzte Anpassung der Basel II-Eigenkapitalvorschriften angemahnt. „Vor dem Hintergrund der Finanzkrise sollten kurz- und mittelfristige Anpassungen an den regulatorischen Kapitalanforderungen vorgenommen werden, um die prozyklischen Wirkungen zu reduzieren“, sagte der stellvertretende BdB-Hauptgeschäftsführer, Hans-Joachim Massenberg. Diese Anpassungen könnten aktuell dafür sorgen, dass das Banken-Eigenkapital durch Herabstufungen und Abwertungen…