Beiträge zum Stichwort ‘ Value at Risk ’

Erneut heftige Kritik an bankinternen Risikomodellen

19. Mai 2010 | Von | Kategorie: Top News

boezIn einem kritische gefassten Leitartikel unter dem Titel „Am Nacktbadestrand“ blickt die Börsen-Zeitung auf das Versagen des Risikomanagements im Rahmen der Finanzmarktkrise.
Als Ursache werden Fehlannahmen bei den zugrundeliegenden mathematischen Modellen ausgemacht. „Unter Laborbedingungen überzeugen die Formeln, die Stresstests und die Monte-Carlo-Simulationen, die Risiken besser beherrschbar machen sollen“, heißt es. Value at Risk (VaR) heiße das in den achtziger Jahren langwierig entwickelte Konzept. „An 99 von 100 Handelstagen sollte man damit in dieser Hinsicht gut fahren.“ Es gebe jedoch keine Auskunft darüber, wie hoch die Verluste an dem einen verbleibenden Tag sein könnten. Auch der jüngst von der Süddeutschen Zeitung als „Altmeister der Finanzmärkte“ bezeichnete Schweizer Finanzprofessor Heinz Zimmermann hatte bereits mehrfach heftige Kritik an den…



Basel II/VaR als Standardsprache für Risiken im Kunden-Portfolio

11. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Basel III

Der Leiter des Retail Banking Competence Center im House of Finance der Goethe-Universität in Frankfurt, Andreas Hackethal, wird im Interview der Börsen-Zeitung gefragt, wie eine Standardsprache für Risiken im Portfolio eines Bankkunden aussehen könnte. Die Antwort des Finanzprofessors: „Die gibt es schon, und zwar im Regelwerk zu Basel II. Die Banken werden gezwungen, ihre Risiken [...]



Diskurs über Bankenkapitalisierung / Kritik an bankinternen Risikomodellen

25. November 2009 | Von | Kategorie: Top News

artikelAktuell rückt die Kapitalisierung der Banken durch eine neue Messmethodik in den Fokus der Öffentlichkeit.
Das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland berichteten gestern über eine S&P-Analyse, wonach ein Großteil der internationalen Banken als unterkapitalisiert eingestuft wird. Die Ratingagentur legt ihrer Analyse den im Frühjahr 2009 vorgestellten Parameter „Risk Adjusted Capital“ (RAC) zugrunde. Der Vergleich zeige, dass Banken wie die Citigroup, die UBS und die japanische Mizuho gemessen am weltweiten RAC-Durchschnitt von 6,7 Prozent extrem unterkapitalisiert seien. Für die Schweizer Großbank wurde ein Wert von 2,2 Prozent ermittelt, für die Citigroup 2,1 und für Mizuho der unterste Wert mit 2,0 Prozent. Bei den deutschen Banken markiert die BayernLB mit 7,6 Prozent den Spitzenwert, während…



Warnung vor Pauschalkritik an „Value-at-Risk“ / Neue Ansätze im Fokus

26. Mai 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

var„Die Quantifizierung von Anlagerisiken gehört zu den elementaren Herausforderungen im Asset Management. Ziel ist es, die abstrakten Risiken mit konkreten Werten und Kennzahlen zu belegen, um sie so für den Portfoliomanager handhabbar zu machen“, erklärt Alexander Schindler, Vorstandsmitglied von Union Investment, in einem Gastbeitrag für die Börsen-Zeitung.
Die hierbei angewandten finanzmathematischen Verfahren und Modelle – insbesondere die Kennziffer „Value-at-Risk“ (VaR) – stünden jedoch seit geraumer Zeit in der Kritik. Hier werde die Frage gestellt, ob die gängigen Risikomodelle in ausreichendem Maße in der Lage sind, die Komplexität an den Finanzmärkten zu erfassen, und ob es ihnen gelingt, zeitnah auf Extremereignisse zu reagieren. Der Autor warnt in dem Zusammenhang vor überzogener Pauschalkritik und verweist darauf, dass erste Ansätze in der…



Premiere: Deutsche Bank legt „Basel II-Säule-3-Bericht“ vor

14. Mai 2009 | Von | Kategorie: Basel III

basel2Die Deutsche Bank hat jetzt zum ersten Mal einen so genannten „Basel II-Säule-3-Bericht“ vorgelegt.
Wie die Börsen-Zeitung dazu erklärt, enthält der Report detaillierte Informationen zum Risiko- und Kapitalmanagement der Bank. In Analyse der Marktrisiken im Geschäftsjahr 2008 erläutert die Bank dass der aus den Handelsbereichen resultierende Bedarf an ökonomischem Kapital zur Abdeckung der Zins-, Aktienkurs-, Währungs- sowie Rohwarenpreisrisiken auf 5,5 Mrd. Euro von 3,2 Mrd. Euro in 2007 angestiegen sei. „Auf Grundlage des Value-at-Risk-Modells zur Berechnung des Bedarfs an aufsichtsrechtlichem Kapital für das Marktrisiko ermittelte die Bank zudem, dass…



Baseler Ausschuss erwägt deutliche Erhöhung der Mindestkapitalanforderungen für Banken

6. Mai 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers_messDie derzeit beim Baseler Ausschuss in Bearbeitung befindliche Modifikation der Basel II-Eigenkapitalregeln könnte in deutlich höheren Mindestkapitalanforderungen für Banken münden.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters heute berichtet, hat sich der Vorsitzende des Gremiums und Gouverneur der niederländischen Notenbank, Nout Wellink, auf einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur dahingehend geäußert, dass sich die Mindestquote um „einige Prozentpunkte“ erhöhen könnte. Man habe diese schärferen Anforderungen aber noch nicht im Detail diskutiert. Der Ausschuss-Vorsitzende merkte dazu jedoch an, dass ein Ausbau der Kapitalpuffer nur nach Überwindung der aktuellen Finanzkrise darstellbar sei. Auch die Ergänzung von Basel II um eine feste Verschuldungsgrenze (Leverage Ratio) befindet sich…



Prozyklik und “Value at Risk”: Wiederholt Solvency II alte Fehler?

28. April 2009 | Von | Kategorie: Regulierung

papers1„Die Banken als schlechtes Vorbild für Versicherer“, so die Überschrift zu einem Gastkommentar von Jean Azema, Chef des Versicherers Groupama und Präsident des Verbands französischer Versicherer auf Gegenseitigkeit, im Handelsblatt.
Er verweist dabei auf die Tatsache, dass die neuen Eigenkapitalregeln für Versicherer (Solvency II) auf der Methodik ebendieser Regularien für Banken (Basel II) aufbaut. Solvency II würde sämtliche Aspekte von Basel II reproduzieren, „die seit dem Beginn der Finanzkrise lebhaft kritisiert werden und die die Kreditinstitute in diesen schwierigen Zeiten so stark beeinträchtigen“. Das bisherige Regelwerk sei zwar einfach strukturiert und „nicht perfekt“ – dennoch sei der europäische Versicherungssektor heute solide aufgestellt…



PriceWaterhouseCoopers: „Value at Risk“ am Ende

7. April 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

papers4Im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ spricht der Deutschland-Chef von PriceWaterhouseCoopers, Hans Wagener, die Hoffnung aus, dass die allgemeine „Ratinghörigkeit“ nach der Finanzkrise endlich der Vergangenheit angehöre.
„In den vergangenen Jahren glaubte man, ein Risiko dann am besten beherrschen zu können, wenn man es in einer einzigen Zahl ausdrückt – dem „Value at Risk“. Viele Banker haben geglaubt: Wenn der Value at Risk gleich null ist, habe ich auch kein Risiko. Dabei sind die Berechnungsmodelle, die dahinterstecken, so komplex, dass sie nur noch die Entwickler und…