Beiträge zum Stichwort ‘ VaR ’

Basel III: Citigroup dünnt Produktpalette im Investmentbanking aus und setzt neues Renditeziel

11. September 2012 | Von | Kategorie: Top News

usbaselTrotz schärferer regulatorischer Anforderungen verfolgt die US-Großbank Citigroup weiterhin die Strategie eines „Supermarkts für Finanzprodukte“ – mit der Einschränkung, dass man in den Regalen nur noch Grundnahrungsmittel offeriert.
Diesen Vergleich skizzierte der Chef des Finanzinstituts, Vikram Pandit, im Rahmen von Barclays Global Financial Services Conference. Im Hinblick auf das Eigenkapital- und Liquiditätsregelwerk Basel III habe man die angebotene Produktpalette – insbesondere im Bereich Investmentbanking – überarbeitet und visiere eine künftige Eigenkapitalrendite im Bereich zwischen 15 und 19 Prozent an, so der Citigroup-Vormann. Die Assets mit denen Citi im Investmentbanking operiere, seien nunmehr „ausschließlich am Kundennutzen und der…



Modellstudie skizziert robusten Risikomanagement-Ansatz

2. November 2010 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Die Experten Michael McAleer (Erasmus Universität Rotterdam), Juan-Angel Jiménez-Martin und Teodosio Perez Amaral (beide von der Complutense Universität Madrid) stellen in einer jüngst aktualisierten Studie einen neuen, “robusten” Ansatz für das Risikomanagement von Banken vor. Dabei lassen die Autoren die Erfahrungen aus der Finanzkrise (hier als “GFC – Great Financial Crisis” beschrieben) mit einfließen. Es [...]



Erneut heftige Kritik an bankinternen Risikomodellen

19. Mai 2010 | Von | Kategorie: Top News

boezIn einem kritische gefassten Leitartikel unter dem Titel „Am Nacktbadestrand“ blickt die Börsen-Zeitung auf das Versagen des Risikomanagements im Rahmen der Finanzmarktkrise.
Als Ursache werden Fehlannahmen bei den zugrundeliegenden mathematischen Modellen ausgemacht. „Unter Laborbedingungen überzeugen die Formeln, die Stresstests und die Monte-Carlo-Simulationen, die Risiken besser beherrschbar machen sollen“, heißt es. Value at Risk (VaR) heiße das in den achtziger Jahren langwierig entwickelte Konzept. „An 99 von 100 Handelstagen sollte man damit in dieser Hinsicht gut fahren.“ Es gebe jedoch keine Auskunft darüber, wie hoch die Verluste an dem einen verbleibenden Tag sein könnten. Auch der jüngst von der Süddeutschen Zeitung als „Altmeister der Finanzmärkte“ bezeichnete Schweizer Finanzprofessor Heinz Zimmermann hatte bereits mehrfach heftige Kritik an den…



Basel II/VaR als Standardsprache für Risiken im Kunden-Portfolio

11. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Basel III

Der Leiter des Retail Banking Competence Center im House of Finance der Goethe-Universität in Frankfurt, Andreas Hackethal, wird im Interview der Börsen-Zeitung gefragt, wie eine Standardsprache für Risiken im Portfolio eines Bankkunden aussehen könnte. Die Antwort des Finanzprofessors: „Die gibt es schon, und zwar im Regelwerk zu Basel II. Die Banken werden gezwungen, ihre Risiken [...]



Diskurs über Bankenkapitalisierung / Kritik an bankinternen Risikomodellen

25. November 2009 | Von | Kategorie: Top News

artikelAktuell rückt die Kapitalisierung der Banken durch eine neue Messmethodik in den Fokus der Öffentlichkeit.
Das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland berichteten gestern über eine S&P-Analyse, wonach ein Großteil der internationalen Banken als unterkapitalisiert eingestuft wird. Die Ratingagentur legt ihrer Analyse den im Frühjahr 2009 vorgestellten Parameter „Risk Adjusted Capital“ (RAC) zugrunde. Der Vergleich zeige, dass Banken wie die Citigroup, die UBS und die japanische Mizuho gemessen am weltweiten RAC-Durchschnitt von 6,7 Prozent extrem unterkapitalisiert seien. Für die Schweizer Großbank wurde ein Wert von 2,2 Prozent ermittelt, für die Citigroup 2,1 und für Mizuho der unterste Wert mit 2,0 Prozent. Bei den deutschen Banken markiert die BayernLB mit 7,6 Prozent den Spitzenwert, während…



Reform der Eigenkapitalregeln: Frustration unter Japans Banken und Aufsehern

27. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers1„Will Bank Reforms Work in Japan?“, fragt das „Wall Street Journal“.
Folgend gibt das Blatt die Einschätzung des japanischen National Institute for Research Advancement (NIRA) wieder, das konstatiert, dass die neuen Marktrisikoregeln unter Basel II Probleme adressieren würden, die die dortigen Banken eigentlich gar nicht hätten. Zudem ignoriere das reformierte Regelwerk die ursächlichen Auslöser der Finanzkrise und bereite gar das Feld für künftige Marktverwerfungen. Der NIRA-Experte Tsuyshi Oyama erkennt aufgrund dieser internationalen Regulierungsvereinbarungen „Frustration“ unter den Banken und Aufsehern in Japan. „The final version of the Basel II market-risk framework revisions published in July mandate higher capital requirements not only on the securitization exposures that caused the recent…



Finanzbranche hat Kritik an “Value at Risk” ignoriert

22. Juli 2009 | Von | Kategorie: Top News

varDie in finanzmathematischen Verfahren und Modellen angewandte Kennziffer “Value at Risk” (VaR) steht seit geraumer Zeit in der Kritik.
Dabei wird die Frage gestellt, ob die gängigen Risikomodelle der Banken in ausreichendem Maße in der Lage sind, die Komplexität an den Finanzmärkten zu erfassen, und ob es ihnen gelingt, zeitnah auf Extremereignisse zu reagieren. Hans Geiger, emeritierter Professor am Institut für schweizerisches Bankwesen der Universität Zürich, kritisiert jetzt in einem Beitrag für den “Tages-Anzeiger” die Risikokennzahl “Value at Risk” (VaR) als das “dümmste Risikomaß” – zumindest in Anwendung auf die Regulierung von Banken. Über die Zeit habe sich VaR zur universellen Kennzahl der Branche entwickelt. Geiger erklärt: „Der VaR gibt an, welchen Wert der Verlust einer bestimmten Position mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit bei einer definierten Halteperiode nicht überschreiten wird. Beläuft…



Stresstests müssen den Risiko-Realitäten angepasst werden

2. März 2009 | Von | Kategorie: Riskmanagement

Andrew Liegel, Risk und Regulation Specialist bei FRSGlobal, untersucht in einem Beitrag für „Banking Technology“ die durch die US-Regierung neu vorgeschriebenen Stresstests für den dortigen Bankensektor. Schon unter Basel II seien die Banken verpflichtet, Stresstests auf Basis ihrer Value at Risk (VaR)-Intervalle durchzuführen. Allerdings sei im Zuge der Finanzkrise klar geworden, dass die Risikoexpositionen der [...]



McCreevy will Balance zwischen Regulierung und Freiheiten

25. Februar 2009 | Von | Kategorie: Top News

papers5„Die heutigen europäischen und internationalen Regelwerke zur Rechnungslegung und zu den Kapitalanforderungen [...] haben die Unruhe auf den Märkten noch verschlimmert“, so die kritische Analyse des EU-Binnenmarktkommissars Charlie McCreevy in einem Gastbeitrag für die Financial Times Deutschland.
Prinzipien wie „mark-to-market“ wirkten prozyklisch und seien somit ökonomisch schädlich. Der Ire plädiert hier für eine Flexibilisierung der Regularien und wirbt erneut für das Modell des „dynamic provisioning“ bei der Risikovorsorge der Finanzinstitute. „Sowohl makro- wie auch mikroökonomisch ist ein System sinnvoll, bei dem Banken in guten Zeiten größere Polster anlegen müssen, die sie in schlechten Zeiten aufzehren können“, so seine Begründung.