Beiträge zum Stichwort ‘ VÖB ’

Europaparlament ebnet Weg zur gemeinsamen Bankenunion

13. September 2013 | Von | Kategorie: Regulierung

Zentrales Thema in der heutigen Regulierungs-Berichterstattung ist der durch einen Kompromiss in letzter Minute zwischen EZB und Europaparlament ermöglichte Weg hin zur neuen europäischen Bankenaufsicht unter der Ägide der Europäischen Zentralbank (EZB).
Damit könne die EZB ab Herbst 2014 in Frankfurt die Aufsicht über die systemrelevanten Großbanken in der Euro-Zone übernehmen, meldet die „Süddeutsche Zeitung“ in breiter Aufmachung. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ konstatiert hierzu: „Europäische Zentralbank darf Großbanken beaufsichtigen.“ Nach ersten Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi sei dies ein wichtiger Schritt in Richtung einer Bankenunion, die das Kernelement einer wahren Wirtschafts- und Währungsunion darstelle. Auch der Privatbankenverband BdB begrüßte laut „Börsen-Zeitung“ den Start zur neuen Aufsicht, während nach Ansicht von Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen eine einheitliche Aufsicht für alle Marktteilnehmer das Finanzsystem stabiler und krisenfester mache. Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) indes kritisiert die Nichteinbindung wichtiger europäischer Nicht-Euro-Staaten in die neue Aufsichtsstruktur und eine nicht überzeugende Trennung zwischen Geldpolitik…



Bankenaufsicht: EZB-Asmussen springt Sparkassen und Volksbanken bei

12. September 2012 | Von | Kategorie: Top News

banken1Zwar stehen die deutschen Sparkassen und Volksbanken mit ihrer Fundamentalkritik an einer einheitlichen europäischen Bankenaufsicht in der Finanzbranche Europas weitestgehend isoliert da – doch nun kommt überraschende Unterstützung von unerwarteter Seite.
Nach den Plänen Brüssels – die heute von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier präzisiert werden sollen – wird der Europäischen Zentralbank (EZB) die alleinige Aufsichtskompetenz über den Bankensektor der Eurozone übertragen. Diese neuen Aufgaben für das eigene Haus stoßen bei EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen offenbar auf wenig Gegenliebe. Im Rahmen einer Veranstaltung in Frankfurt erklärte er gestern: „Die Europäische Bankenaufsicht sollte sich auf systemrelevante Institute begrenzen. Alles andere ist weder machbar noch wünschenswert.“ Damit…



Bankenaufsicht: Brüssel geht auf deutsche Bedenken ein

10. September 2012 | Von | Kategorie: Top News

aufsichtNeu bekanntgewordene Details zur Ausgestaltung der europäischen Bankenaufsicht verstärken den Eindruck, dass der federführende EU-Binnenmarktkommissar, Michel Barnier, auf deutsche Einwände bei diesem Thema eingeht.
So gibt die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer heutigen Ausgabe die Inhalte des entsprechenden Gesetzentwurfs wieder. Darin wird die Europäische Zentralbank (EZB) zwar weiterhin als zentrale „exklusive“ Aufsicht für alle Banken der Eurozone benannt – jedoch habe Barnier verdeutlicht, dass die EZB nicht alle Institute direkt überwachen wird. „Vielmehr sollen die nationalen Behörden als ‚Agenten der zentralen Aufsicht’ die direkten Kontrollen ausführen. Es werde eine der ersten Entscheidungen der EZB sein, festzulegen, welche Banken aus Frankfurt kontrolliert und welche an nationale Aufseher delegiert werden“, fasst das Blatt die Aussagen des Franzosen zusammen. Zudem sieht Barniers Entwurf…



Deutsche Bank-Chef Fitschen schaltet sich in Aufsichtsstreit ein

4. September 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

tickerIm Rahmen einer „Handelsblatt“-Tagung hat sich der Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, in der Debatte um die Ausgestaltung einer europäischen Bankenaufsicht zu Wort gemeldet.
Hier sei eine mutige Neugestaltung angezeigt, wird Fitschen von den Agenturen wiedergegeben. Wer Europa als einheitlichen Marktplatz wolle, der dürfe sich nicht auf den „geringstmöglichen Nenner” bei der künftigen Bankenregulierung einigen, erklärte der Bankchef. Diese Aussage ist als Kritik an jüngsten Verlautbarungen der deutschen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken und Öffentlichen Banken zu verstehen, die eine Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) über kleine und mittlere Finanzinstitute ablehnen (vgl. RMRG vom 31.8.). Fitschen hält die Pläne der EU-Kommission für richtig, nicht nur die systemrelevanten Banken aus einer Hand überwachen zu lassen…



Konfliktfeld Europäische Bankenaufsicht

31. August 2012 | Von | Kategorie: Top News

aufsichtkurveWährend Brüssel seine Pläne für eine neue europäische Bankenaufsicht weiter vorantreibt, wird der Widerstand aus Deutschland gegen das Vorhaben stärker. Konfliktpunkt ist dabei die anvisierte, alleinige Aufsichtskompetenz der Europäischen Zentralbank (EZB).
Im Interview mit der heutigen „Süddeutschen Zeitung“ verdeutlicht EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier sein Konzept einer europäischen Aufsichtsstruktur unter Leitung der EZB, das am 12. September in allen Details vorgestellt werden soll. „Wir planen, dass mehr als 6000 Banken in den Euro-Ländern zentral überwacht werden – aus Frankfurt von der Europäischen Zentralbank, natürlich in enger Zusammenarbeit mit den nationalen Aufsehern. Für die Banken der Euro-Länder ist das verpflichtend. Länder außerhalb der Euro-Zone können freiwillig mitmachen“, erklärt Barnier. Mit der genannten Zahl von 6000 Instituten wird die…



Bankenaufsicht: Die zerstrittenen Fronten der Kreditwirtschaft

28. August 2012 | Von | Kategorie: Regulierung

streitDie Debatte um die künftige Struktur der europäischen Bankenaufsicht sorgt für tiefe Verwerfungen innerhalb der deutschen Finanzbranche.
Bereits in der vergangenen Woche waren diese scharfen Konfliktlinien erkennbar – so berichteten wir über den „Zoff“ zwischen den Bankenverbänden (vgl. RMRG vom 20.8.) und die Parteinahme der Bundesbank in diesen Konflikt (vgl. RMRG vom 23.8.). Nachdem der Bundesverband deutscher Banken (BdB) den Konflikt mit einem eigenen Aufsichtskonzept befeuert hatte, das die alleinige Aufsichtskompetenz bei der Europäischen Zentralbank fordert, gießen nun die Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken und Öffentlichen Banken Öl ins Feuer. Die Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) und des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) haben sich in einem gemeinsamen…



Öffentliche Banken schließen sich BdB-Regulierungskritik an / Ackermann rudert zurück

29. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Top News

handDer Verbal-Opposition der deutschen Bankenbranche gegen das geplante Potpourri an Regulierungsmaßnahmen changiert mittlerweile im Tagesrhythmus.
Der Präsident des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), Christian Brand, hat vor den negativen Effekten einer unkoordinierten Regulierung gewarnt. Durch die Kombination von Basel III, einer Bankenabgabe, einer Finanzaktivitätssteuer sowie dem geplanten Umbau der Einlagensicherungssysteme drohe „der Bogen massiv überspannt zu werden“, fasst die Börsen-Zeitung die Aussagen zusammen. Die Konsequenz neuer Eigenkapitalregeln dürfe nicht sein, „dass wir die Steuerzahler durch politische Entscheidungen auch noch zusätzlich schädigen, indem wir die Kreditvergabe an…



Basel III: Öffentliche Banken geben den „schlechten Verlierer“

15. September 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3Nach Auswertung der vom federführenden Baseler Ausschuss vorgelegten Basel III-Feinkalibrierung meldet sich die Bankenbranche jetzt mit ihren Einschätzungen zu den Auswirkungen der neuen Regularien zu Wort.
Dabei fällt das Echo ambivalent aus. So ist seitens des Bundesverbandes Öffentlicher Banken (VÖB) heftige Kritik an den Festlegungen zu vernehmen. Die Börsen-Zeitung zitiert diese auf ihrer Titelseite und spricht von einem „regulatorischen Blindflug“ des Gremiums. Der Verband klagt, dass die geplanten Übergangsfristen zu kurz sind, weil die Eigenkapitalregeln „mehrfach und erheblich verschärft werden“. Die Landesbanken sehen sich gar als Verlierer der Beschlüsse. Die FAZ erkennt: „Besonders trifft es LBBW, WestLB und HSH Nordbank, in denen stille Einlagen nicht mehr zum harten…



„Basel III-Drama“ steuert auf Höhepunkt zu

7. September 2010 | Von | Kategorie: Top News

basel3Die laufende Sitzung des Baseler Ausschusses zur Feinkalibrierung von Basel III und die erneuten Einwendungen der deutschen Banken gegen das Eigenkapitalregelwerk sorgen für ein aufgeregtes Stimmengewirr und verunsichern die Markakteure.
Die Financial Times Deutschland berichtet über ein aktuelles Diskussionspapier des Sekretariats des Baseler Ausschusses, in welchem die Forderung verankert sei, dass die Kernkapitalquote von Banken künftig „auf mindestens neun Prozent, teilweise sogar auf bis zu zwölf Prozent steigen soll“. Hintergrund ist ein entsprechender Bericht der „Zeit“ auf ihrem Online-Portal. Das Papier wird dabei als Entscheidungsgrundlage für die in Basel versammelten Aufseher beschrieben. Die FTD konstatiert: „Eine derart starke Erhöhung der Kernkapitalquote würde zu einem enormen Kapitalbedarf der Banken weltweit führen.“ Ähnliches befürchten die deutschen Kreditinstitute. So…



Basel III zum „Sankt-Nimmerleins-Tag“?

17. August 2010 | Von | Kategorie: Top News

papers3Die strittige finale Regelfestlegung beim Basel III-Akkord steht weiter im Fokus der Wirtschaftspresse.
„Deutschland gegen alle“, so die Überschrift des Tagesspiegels zur derzeitigen Verhandlungssituation im federführenden Baseler Ausschuss. Die Zeitung beruft dabei auch auf die jüngsten Informationen der Nachrichtenagentur Reuters, wonach eine Mehrheit der Länder im Gremium eine harte Kernkapitalquote von sechs bis acht Prozent befürworte (vgl. RMRG vom 13.8.). „Für die deutschen Banken würde das bedeuten, dass sie Milliarden frisches Kapital aufnehmen müssen – oder aber ihre Kreditvergabe einschränken“, heißt es. Bislang müsse das Kernkapital vier Prozent der gesammelten Risikoposten betragen. Zum Kernkapital hinzu komme das Ergänzungskapital. „Es haftet nur, wenn die Bank liquidiert wird. Gemeinsam bilden sie das Eigenkapital.“ Diese Quote müsse acht Prozent betragen…